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Aufbau auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt.

Weihnachtsmarkt in Frankfurt

Frankfurter Weihnachtsmarkt öffnet am Montag

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Der Weihnachtsmarkt in Frankfurt beginnt - mit neuer Krippe und Bühne. Und die diesjährige Glühweintasse ehrt die neue Altstadt.

Die Krippe hat ausgedient. Jahrelang standen dieselben Figuren beim Weihnachtsmarkt auf der Bühne vorm Römer. Die Maria mit dem türkisfarbenen Umhang, der Josef im olivgrünen Gewand, davor das liegende Schaf und klar, das Jesuskind in der Krippe – das hat man aber ohnehin nie so gut sehen können. Ihre Zeit ist nun jedenfalls um. Einst kamen sie aus einem holländischen Freizeitpark nach Frankfurt, jetzt sind sie alt und müssen neuen Krippenfiguren weichen.

Am Montag eröffnet der Weihnachtsmarkt mit der neuen Krippe – und die wird auch auf einer neuen Bühne stehen. „Die alte war morsch und baufällig“, sagt Tourismuschef Thomas Feda. „Der Oberbürgermeister und ich sind vergangenes Jahr fast dort eingebrochen.“ Und unpraktisch war sie noch dazu. Für einen Bühnenauftritt musste immer der Trumm von Krippe verschoben werden. Schwerstarbeit. Ab Montag wird alles leichter. Die neue Bühne sei „raffiniert“, sagt Feda. „Eine Art Drehbühne.“ Und damit sich alles immer schön dreht und auch nie einer einbricht, wird die Pfarrerin der Schausteller sie auch segnen.

Ansonsten bleibt es auf dem Weihnachtsmarkt bei der bewährten Mischung aus Essen, Trinken, Weihnachtsdeko, Kunsthandwerk. 200 Stände werden gerade zwischen Römer und Hauptwache aufgebaut. „Aber es ist nicht nur ein Verkaufsmarkt“, sagt Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD). Der Markt – immerhin der zweitälteste in Deutschland – sei schon immer ein „großer Anlass für Vergemeinschaftung“ gewesen. Die Menschen verabredeten sich dort „über Konfessionen und Herkunftsgrenzen hinweg“.

Über die Grenze zur neuen Altstadt hinweg allerdings nicht. Der Weihnachtsmarkt wird nicht ins neue Quartier ausgedehnt. In den Gassen kann es „nach Auflagen der Sicherheitsbehörden keine Stände geben“, sagte Feda. Höchstens einen am Hühnermarkt, aber möglicherweise würden sich da ja die ansässigen Geschäfte einbringen.

Die neue Altstadt spielt trotzdem eine besondere Rolle beim diesjährigen Weihnachtsmarkt: auf der Glühweintasse. Auf dem durchaus begehrten Sammlerobjekt steht in diesem Jahr „Stadt der Könige und Kaiser“ drauf, vor der Kulisse des Krönungswegs zieht ein weihnachtlicher Königszug vorbei. „Und auch die Farbe der Tasse ist entsprechend ausgewählt“, sagt Feda. Sie ist kaiserlich-edel in Purpur gehalten.

Zur Eröffnung am Montag wird die Oper Frankfurt ein Konzert geben. Und die Römerhallen werden während des Weihnachtsmarktes wieder ihre Tore für Künstler öffnen. Allerdings erst ab Freitag, 7. Dezember. 55 Künstler geben dann Einblick in die aktuelle Szene der Region. In der Paulskirche stellen 50 Künstler schon ab Dienstag aus.

Rund 1000 Menschen arbeiten auf dem Weihnachtsmarkt, hinzu kommen Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Sanitätsdiensten. Das Sicherheitskonzept sei auf dem neusten Stand, sagt Feda, es habe aber keine großen Änderungen gegeben. Polizeiwache in der Kämmerei, Absperrungen, Schausteller werden sensibilisiert, Auffälligkeiten zu melden. Vergangenes Jahr musste der Römerberg zwei Stunden wegen eines Päckchens unterm Weihnachtsbaum gesperrt werden. Am Ende waren Socken und ein Teddy drin. „Aber eines haben wir da gesehen“, sagt Feda: „Die Sicherheitsmaßnahmen laufen schnell ab.“

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