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In Nähe der Pestalozzischule im Frankfurter Stadtteil Riederwald wird gebaut.

Riederwaldtunnel bei Frankfurt

SPD fordert Belüftungsanlage

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Die Römer-Fraktion fordert das Land auf, die Pestalozzischule in Frankfurt während des Baus des Riederwaldtunnels besser zu schützen.

Die Pestalozzischule soll auf jeden Fall während der Bauzeit des Riederwaldtunnels eine Belüftungsanlage erhalten. Dadurch sollen die Grundschüler auch bei geschlossenem Fenster ohne Krach lernen können. Dafür spricht sich die SPD-Fraktion im Römer aus. Die Sozialdemokraten fordern, dass das Land Hessen die Anlage für die Schule in der Vatterstraße finanziert.

In einem Zwischenbericht hatte der Magistrat vor kurzem darauf verwiesen, dass der Gutachter der Straßenbaubehörde Hessen Mobil keine Lüftungsanlage einplane, sondern Stoß- beziehungsweise Querlüften empfehle. Die Schulleitung und die Bürgerinitiative Riederwald hatten das kritisiert. Ohne Lüftung müssten die Kinder während der Bauphase entweder unter Lärm oder Hitze leiden. 

Die SPD-Fraktion geht davon aus, dass das Land Hessen die von der Stadt Frankfurt im Zuge des Planänderungsverfahrens geforderte Belüftungsanlage für die Pestalozzischule realisieren wird, sagt der bildungspolitische Sprecher Hubert Schmitt.

Er rechne damit, „dass sich auch die neue Hessische Landesregierung an das Wahlversprechen von Verkehrsminister Tarek Al-Wazir aus dem September 2018 erinnert und die von der Stadt geforderte Belüftungsanlage auch tatsächlich vom Land finanziert und eingebaut wird“. Alles andere wäre „ein eklatanter Betrug an den Wählern“.

Auch der Vorsteher des zuständigen Ortsbeirats 11 Werner Skrypalle (SPD) hält die Lüftungsanlage nach wie vor für dringend erforderlich. „Ein Stoßlüften in den Pausen ist nicht ausreichend.“ 

Extremer Lärm 

Bereits 2014 hatte das Stadtteilgremium sich in einem Antrag dafür ausgesprochen, die Pestalozzischule mit Schallschutzfenstern und einer Belüftungsanlage auszustatten. In der Anfangszeit des Großprojekts sei laut Hessen Mobil mit extremen Lärm durch das in die Erde rammen der Spundwände zu rechnen.

Sozialdemokrat Schmitt kann die Sorge der Menschen im Stadtteil gut verstehen. Er verweist aber darauf, dass das Schreiben des Magistrats nur ein Zwischenbericht sei: Dieser gebe „lediglich die Meinung des von Hessen Mobil bestellten Gutachters wieder, der eine Lüftungsanlage nicht für nötig hält“. Er glaube kaum, dass der Verkehrsminister „auf Basis einer solchen Gutachteraussage seine Glaubwürdigkeit und seinen guten Ruf aufs Spiel setzen wird“.

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