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Eilifs Kiosk auf der Holbeinstraße ? ein Platz zum Feiern.

Wasserhäuschentag

Eine Party für alle Büdchen

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Zweiter Streich der Stadtmeisterschaft im Wasserhäuschenquartett: Am 17. August treten Frankfurter Büdchen erneut gegeneinander an.

Eine Stadtmeisterschaft im Wasserhäuschenquartett. Musik unter freiem Himmel. Lyrik-Lesungen, Kunstausstellungen, Biker-Frühstück. Und ganz viel zu trinken. Wann gab’s all das am gleichen Tag in Frankfurt zu erleben? Richtig: am ersten Frankfurter Wasserhäuschentag. Im Sommer 2017 war das. Und in diesem Jahr soll der zweite Streich folgen. 

„2017 war Mega. 2019 wird noch… äh… megaer?!“, twittert launig der Wasserhäuschen-Unterstützerverein Linie 11, der auch in diesem Jahr wieder den Anstoß zur stadtweiten Büdchenhuldigung gibt. Der 17. August wird es sein, die Vorbereitungen laufen. 

„Ja, wir wissen, dass das der Tag ist, an dem die Bundesligasaison losgeht“, sagt Linie-11-Vorsitzender Oliver Tepper. Aber am Wochenende zuvor sind noch Sommerferien, und am Wochenende danach ist Museumsuferfest. Es blieb nicht viel Auswahl, wenn es wieder der Sommer sein soll. 

Der Wasserhäuschentag dient dazu, die Büdchen zu feiern, ihnen Wertschätzung entgegenzubringen, nicht nur als Ort, an dem die kleinen und großen Stadtteilbewohner ihre Bedürfnisse an Süßigkeiten (die kleinen) und Bier (die großen) befriedigen. Was die Bewunderer immer wieder hervorheben, ist der Wert als sozialer Treffpunkt – so auch Oberbürgermeister Peter Feldmann und Kulturdezernentin Ina Hartwig (beide SPD), Schirmherr und –dame der Erstauflage 2017.

Noch sind die Pläne für die zweite Sause im Anfangsstadium. Eine Internetseite gibt es schon: wasserhaeuschentag.de. Da können Büdchenbetreiber Kontakt aufnehmen und nachlesen, wie sie sich fürs Ereignis beim Ordnungsamt und gegebenenfalls bei der Gema (wenn Musik gespielt wird) anmelden können.

Die Linie 11 fungiert als Ideengeber und Vermittler – aber nicht als Veranstalter. „Das würde unsere Kapazitäten übersteigen“, sagt Tepper. Die Idee sei ja gerade, dass die Party zwar die Stadt überzieht, aber dezentral geplant und organisiert wird, von den Wirten und ihren Nachbarn vor Ort. Bei der Sponsorensuche hilft die Linie 11. „Voriges Mal konnten wir die Kosten durch Sponsoring decken“, blickt der Vorsitzende zurück. „Es soll aber so bleiben, dass für die Veranstaltungen keine Gagen bezahlt werden, es soll ehrenamtlich sein.“ 

Apropos Geld: 2018 hatten die Stadt und eine Brauerei die Pacht für elf Wasserhäuschen teils deutlich angehoben, was Wirtinnen und Wirte in Schwierigkeiten brachte. Auf Intervention von OB Feldmann wurden die Erhöhungen ausgesetzt; Verhandlungen zwischen Stadt, Brauerei und Pächtern sollten eine Lösung herbeiführen. Am Dienstag hieß es aus dem zuständigen Baudezernat, man sei noch nicht weitergekommen, die Gespräche verliefen schwieriger als angenommen. 

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