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Die Deutsche Bundesbank in Frankfurt soll wachsen - allerdings nicht in die Höhe.

Stadtentwicklung in Frankfurt

Drei neue Gebäude für die Bundesbank

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Nach den Plänen des Architekturbüros Ferdinand Heide sollen auf dem Gelände der Deutschen Bundesbank drei zusätzliche Bürogebäude entstehen. Sie werden nicht höher als das Hauptgebäude.

Auf dem Gelände der Deutschen Bundesbank an der Wilhelm-Epstein-Straße sollen parallel zur geplanten Sanierung des Hauptgebäudes drei zusätzliche Bürogebäude entstehen. Das hat der Vorstand der Bundesbank, wie diese am Mittwoch mitteilte, in Abstimmung mit der Stadt Frankfurt entschieden. Die neuen Gebäude sollen nach den Plänen des Frankfurter Architekturbüros Ferdinand Heide, der mit der Entwicklung eines Gesamtkonzepts beauftragt wurde, nicht höher als das 54 Meter hohe und 217 Meter lange  Hauptgebäude werden. Der Bau eines Hochhauses, der zunächst als Option gehandelt worden war, ist damit vom Tisch. Das Planungsdezernat hatte früh klargestellt, dass es einen hohen Büroturm an dieser Stelle für städtebaulich nicht vertretbar hält. 

Heide war als Sieger aus einem europaweiten Konzeptwettbewerb hervorgegangen, in dessen Rahmen sechs Büros Lösungsvorschläge für das städtebauliche Gestaltungskonzept einreichen durften. Im nächsten Schritt soll das Architekturbüro den Entwurf zu einem Gesamtkonzept fortentwickeln, das als Grundlage für die planungsrechtliche Bauvoranfrage dienen soll. Parallel wird ein Architekturwettbewerb vorbereitet. 

Das von Heide erstellte Konzept besteche durch eine kompakte markante Bebauung und großzügige Freiflächen, sagt Johannes Beermann, im Vorstand der Bundesbank unter anderem zuständig für den Bereich Bau. Die Bebauung werte das Quartier im Norden der City und des Unicampus sichtbar auf, sagt Planungsdezernent Mike Josef (SPD).

Das Anfang der 1970er Jahre bezogene Hauptgebäude soll von Ende 2019 an grundlegend saniert werden. Rund 2000 Beschäftigte werden während der Arbeiten im Hochhaus Frankfurter Büro-Center im Westend arbeiten. Im sanierten Hauptgebäude und den Neubauten sollen bis zu 5000 bisher über die Stadt verteilte Beschäftigte arbeiten können. Mit der Rückkehr aufs Gelände rechnet man etwa für das Jahr 2030. 

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