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Preisträger Matthias Staubach (Mitte) mit Planungsdezernent Mike Josef (links) und Dom-Römer-Chef Michael Guntersdorf.

Altstadt Frankfurt

Domplatz wird neu gestaltet

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Das Areal am Dom soll autofrei und mit einem Brunnen aufgewertet werden. Bei einem Gestaltungswettbewerb für den Platz setzte sich jetzt ein Berliner Büro durch.

Der Domplatz soll nach einem Entwurf des Berliner Büros Capatti Staubach neu gestaltet werden. Das ist das Ergebnis eines Wettbewerbs, dessen Arbeiten am Donnerstag im Atrium des Planungsdezernats präsentiert wurden.

Die Aufgabe war, den bisher in Flächen für Autos und Fußgänger gegliederten zentralen Platz einheitlich und autofrei zu gestalten und ihn so attraktiv zu machen, dass er als Bestandteil der Platzfolge wahrgenommen wird, die vom Römer über den beim Bau der neuen Altstadt entstandenen Hühnermarkt zum Dom führt, Als Bodenbelag war Basalt vorgegeben.

Das Preisgericht überzeugte, wie Architekt und Stadtplaner Thomas J. Meurer ausführte, unter anderem, dass nach diesem Entwurf an der Kannengießergasse nordöstlich des Doms ein neuer Platz mit einem neuen runden Brunnen entsteht. Die Platanen vor dem Domeingang sollen ein paar Meter nach Norden, vor das Haus des Stadtdekans versetzt werden.

Mit dem zweiten Platz bedachte die Jury einen Entwurf der Landschaftsarchitekten Bierbaum Aichele und des Büros Jourdan & Müller Steinhauser, der ebenfalls einen runden Brunnen im Bereich an der Gaststätte Paulaner am Dom vorsieht, aber auch etwa die Grundrisse der früheren Michaelskapelle auf dem Domplatz erkennbar machen will. Auf den dritten Platz kamen Martin Schedlhauer Faktorgruen Landschaftsarchitekten und das Büro Beratende Ingenieure aus Freiburg. Dem Entwurf gelinge es, das Areal mit einfachen aber überzeugenden Mitteln unterschiedlich zu gestalten, hieß es.

Planungsdezernent Mike Josef (SPD) betonte am Nachmittag, die Entscheidung für den Erstplatzierten sei nach siebenstündiger intensiver Beratung einstimmig gefallen, und lobte ausdrücklich, dass ein Brunnen entstehe. Die Neugestaltung des Platzes werde dazu beitragen, dass dieser stärker als Teil des historischen Krönungswegs gewürdigt werde, sagte Josef. Langfristig werde die Stadt, auch den Weckmarkt, also den Bereich im Süden des Doms, erneuern, kündigte er an.

Ziel sei es, die Pläne für den Domplatz, für die drei bis vier Millionen Euro zur Verfügung stünden, zügig zu realisieren, sagte der Planungsdezernent. Die Arbeiten sollten kommendes Jahr beginnen und 2020 abgeschlossen werden. Dem Autoverkehr wird der Weg auf den Platz mit Pollern verwehrt. Nur Anlieferungen sollen möglich bleiben.

Die zuletzt vor dem früheren Technischen Rathaus liegende Kupferplatte, die an die Opfer der Frankfurter Bombennächte erinnert, wird zwischen dem Dom und der aufwendig rekonstruierten Goldenen Waage in den Boden gesetzt werden, sagte der Geschäftsführer der Dom-Römer-Gesellschaft, Michael Guntersdorf der FR. Allerdings nicht in ihrer bisherigen Form. Das Kulturdezernat hatte dafür geworben, diese um einen Außenring, zu ergänzen, mit der Inschrift: „Deutschland hat den Krieg begonnen, nicht nur in der Luft.“

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