Bildung

Deutsch lernen leicht gemacht

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Ein Ferienprojekt für Kinder mit besonderem Sprachförderbedarf startet am Donnerstag. Schließlich sind Deutschkenntnisse das A und O des schulischen Erfolgs.

Es muss nicht immer Frontalunterricht sein: Lernwerkstätten und ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm stehen im Zentrum eines Pilotprojekts der Stadt Frankfurt und des hessischen Kultusministeriums zur Sprachförderung. „Fit für die Zukunft“ ist ein Ferienangebot, bei dem Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf im Fach Deutsch gezielt unterstützt werden sollen.

Am Donnerstag beginnt das siebentägige Programm, an dem 41 Schülerinnen und Schüler aus 21 unterschiedlichen Ländern teilnehmen. Sie sind erst seit kurzem in Deutschland und besuchen an Frankfurter Schulen Intensivklassen oder -kurse der Stufen 5 bis 7. Daneben nehmen auch Kinder aus Regelklassen teil, die noch Förderbedarf in Deutsch haben.

„Deutschkenntnisse sind das A und O des schulischen Erfolgs“, sagte die Dezernäntin für Integration und Bildung, Sylvia Weber (SPD), bei der Vorstellung des Projekts am Montag. Die Schülerinenn und Schüler sollten durch das Programm nicht nur ihre Sprachkenntnisse verbessern, sondern auch andere Kompetenzen wie Spaß am Lernen oder Selbstbewusstsein entwickeln. „Und wir wollen den Kindern vermitteln, dass Bildung etwas sehr Wichtiges ist, wenn es um ihre Zukunft geht“, sagte Weber. „Ich sehe das Projekt als Baustein zur Chancengleichheit für unsere Frankfurter Schülerinnen und Schüler.“

Fit für die Zukunft

„Fit für die Zukunft“ ist zweigeteilt. Vormittags gibt es intensiven Sprachunterricht in Lernwerkstätten. Die Kinder lernen in drei Gruppen: eine Gruppe mit Sprachniveau A1, zwei Gruppen nach Sprachniveau A2.

Nachmittags geht es um das praktische Anwenden der neu erlernten Kenntnisse. „Es geht um das Sprechen der Sprache, aber auch darum, weiter anzukommen in der Stadt“, erklärte Dierk Dallwitz. Er ist Geschäftsführer des Bezirksverbands Frankfurt des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), das Träger des Pilotprojektes ist. So steht etwa eine Fahrradwerkstatt auf dem Programm, aber auch ein Besuch des Frankfurter Hauptbahnhofs. „Da geht es dann auch um praktische Dinge wie: Wie frage ich nach dem Weg? Oder: Wie funktionieren eigentlich die Fahrkartenautomaten?“, erklärte Dallwitz.

Für das Pilotprojekt sind Kosten in Höhe von 40 000 bis 45 000 Euro veranschlagt. Die Stadt Frankfurt und das Land Hessen teilen sich die Finanzierung. „Das Projekt führen wir zunächst mit der Stadt Frankfurt um, aber nach der Auswertung wollen wir es als Angebot an alle hessischen Schulträger verstanden wissen“, sagte Wolf Schwarz, zuständiger Referatsleiter im Kultusministerium. bereits jetzt liefen die Planungen für die kommenden Ferien.

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