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Auf dem Areal an der Kleyerstraße wird regelmäßig Sperrmüll abgeladen.

Gallus

Damit der Spielplatz sauber bleibt

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Die Stadt Frankfurt will den Golub-Lebedenko-Platz im Gallus für rund 290.000 Euro aufwerten.

Zurzeit lädt der Golub-Lebedenko-Platz nicht wirklich zum Spielen und Verweilen ein. Die Spielgeräte sind veraltet, der dunkelbraune Holzzaun, der das Areal umgibt, ist wenig anlockend, und obendrein stellen auch noch Anwohner regelmäßig ihren Sperrmüll dort ab, wo eigentlich Kinder toben und Erwachsene sich ausruhen sollten. Damit soll bald Schluss sein. Schon seit Januar plant eine Arbeitsgruppe des Grünflächenamts und des Stadtteilarbeitskreises eine radikale Aufhübschung des Areals zwischen Kleyerstraße, Lahnstraße und Kriegkstraße. Am Dienstagabend wurden bei der Sitzung des Ortsbeirats 1 die konkreten Ideen vorgestellt.

„Es soll ein Platz für jeden werden“, erläuterte Susanne Gonsior-Hahmann vom Grünflächenamt. Deswegen wurden die Bürger des Gallus auch von Anfang an der Gestaltung des Grundstücks beteiligt. Zu Beginn des Jahres hat sich die Arbeitsgruppe bei Kindern und bei den Besitzern der umliegenden Gastronomiebetriebe umgehört. Im Juni wurde zu einer Mitmach-Aktion auf dem Spielplatz eingeladen, bei der Anwohner sich die ersten Pläne anschauen und eigene Ideen einbringen konnten.

Das fertige Konzept sieht so aus: Künftig soll sich der Platz durch drei klar definierte Bereiche auszeichnen. Im westlichen Teil ist eine Ecke für Kleinkinder geplant, mit Schaukel, kleinem Klettergerüst, Rutsche, Sandboden, Sitzgelegenheiten für die Eltern und einem hüfthohen Zaun, damit die Kleinen nicht ausbüxen. Im Süden soll es einen Kletterbereich für Kinder geben, hier wird ein weiteres, großes Klettergerüst mit Netz- und Hängebrücke stehen, Holzhächsel sollen den Boden aufwerten. Und im Norden wird eine Bewegungsfläche für Jugendliche angelegt, mit Slackline, Karussell, und Reckstangen. Im Gummiboden sollen die Begriffe „Bewegung“ und „Spielen“ verewigt werden. Die Schrift solle klarmachen, „dass hier gespielt wird“, so Gonsior-Hahmann, und dass es sich nicht um eine Abstellfläche für Sperrmüll handelt.

Auch der braune Holzzaun soll weichen und durch einen transparenten Metallzaun ersetzt werden. „Die Grundidee ist, dass wir den Platz öffnen wollen“, sagt Gonsior-Hahmann. Zudem ist geplant, die Feuerwehrzufahrt im Norden, wo aktuell oft Autos unrechtmäßig parken, mit Pollern und einer Schranke zu verschließen. Nur die Einsatzkräfte und einige Anwohner, die auf einem Hinterhof eine Garage besitzen, könnten diese dann mit einem Schlüssel öffnen.

Für die Neugestaltung des Platzes hat das Grünflächenamt rund 290 000 Euro brutto eingeplant, das Amt für Straßenbau und Erschließung rechnet für Schranke, Poller und die Gehwege, die ebenfalls erneuert werden sollen, mit zirka 150 000 Euro. Gibt der Magistrat die Mittel frei, soll im Juni der Auftrag vergeben werden. Im Herbst, spätestens im Winter 2019 sollen die Bauarbeiten beginnen. Sie dürften rund zwölf Wochen andauern.

Der Ortsbeirat hat am Dienstag einstimmig sein Okay für das Vorhaben gegeben. Die Zusammenarbeit sei „beispielhaft gelaufen“, sagte der Kinderbeauftragte des Gallus, Dirk Schneider, „ich finde den Entwurf toll“. Ortsvorsteher Oliver Strank (SPD) lobte die Planung als „Musterbeispiel dafür, wie es laufen soll“.

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