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110 LED Quadrocopter zeigten am nächtlichen Himmel über der Frankfurter Skyline eine Sternenbilder-Lichtshow - das war weltweit einmalig.

Neue Altstadt

300 000 Besucher feiern die neue Altstadt

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Drei Tage lang feierten die Frankfurter die offizielle Eröffnung ihrer neuen Altstadt. Bei der Drohnen-Show war es am Mainufer so voll, dass die Polizei es sperren musste.

Mit einem dreitägigen Fest hat die Stadt Frankfurt die Eröffnung ihrer neuen Altstadt gefeiert. Von Freitagmorgen bis Sonntagabend gab es unter anderem Theater- und Musikaufführungen auf dem Römerberg und am Mainufer. Thomas Feda, Tourismus-Chef und Festveranstalter, spricht von fast 300 000 Besuchern, die an den drei Tagen kamen, um die neue Altstadt zu besichtigen. „Wir sind sehr zufrieden, das waren mehr, als wir erwarten haben.“ Man war zuvor von einer Viertelmillion Besucher ausgegangen.

Die 35 neuen Gebäude zwischen Dom und Römer – davon 15 Rekonstruktionen der 1944 bei Bombenangriffen zerstörten historischen Altstadt – stehen dort anstelle des in den 70er Jahren gebauten Technischen Rathauses. Es war 2010 abgerissen, der Grundstein für das umstrittene Altstadt-Projekt vor sechseinhalb Jahren gelegt worden. Die Bauzäune waren bereits Anfang Mai gefallen, am Freitagmorgen eröffnete Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) nun offiziell die neue Altstadt. 200 Millionen Euro hat sie gekostet, das dreitägige Fest weitere 1,5 Millionen Euro.

Zum Konzertprogramm auf den beiden Altstadtbühnen gehörten unter anderem Laith Al-Deen, Andreas Kümmert und die Rodgau Monotones. Sänger der Oper Frankfurt gaben unter freiem Himmel ein Konzert. Die Dramatische Bühne Frankfurt zeigte ihre Inszenierung des „Faust“. Hinzu kamen zahlreiche Vorträge und Ausstellungen. „Wir haben sehr viel Lob für das facettenreiche Programm bekommen“, sagte Feda.

Ein Höhepunkt der Feierlichkeiten war die Drohnenshow am Samstagabend über dem Main. 110 Quadrocopter zeichneten Sternenbilder in den Nachthimmel: unter anderem Goethe, Römer, Kaiser-Krone. Die Show sollte eine Hommage an Frankfurt sein. Die knapp 20-minütige Inszenierung war laut Stadt in dieser Form weltweit einmalig.

Zahlreiche Besucher wollten dann auch am Samstagabend die Show am Main verfolgen. Eine Dreiviertelstunde vor Beginn gab die Polizei bekannt, dass das nördliche Mainufer ausgelastet sei, besonders rund um den Eisernen Steg. Es wurde gesperrt. „Wir sind regelrecht überrannt worden“, sagte Feda. 100 000 Menschen seien für die Show an den Main gekommen, „es war massiv eng dort“. In Abstimmung mit der Polizei seien die Besucher in Richtung Untermainbrücke umgeleitet worden. Sie war für den Autoverkehr gesperrt worden, damit die Menschen dorthin ausweichen konnten. Seiten F2/F3

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