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Die Schüsse im Kaisersaal sind harmlos, getötet wird mit einem Bembel.

Preview "Ein Fall für zwei"

Der Bembel des Todes

Die Stadt Frankfurt zeigt eine neue Folge der ZDF-Serie "Ein Fall für zwei" als Preview im Kaisersaal.

Die Türen öffnen sich, Menschen strömen herein. Per Smartphone wird der Saal abgelichtet. Als alle auf den für ein Kino eher unbequemen Stühlen sitzen, laufen die Teilnehmer der späteren Podiumsdiskussion ein. Erneutes Geknipse.

Kino unter besonderen Umständen am Dienstagabend: Kein gewöhnlicher, schummrig-dunkler Vorführraum, dessen Sessel womöglich noch mit Popcornresten vom letzten Film verdreckt sind. Die Stadt hat sich für ihre zweite „Frankfurt Preview“ einen ungewöhnlichen Ort ausgesucht: den Kaisersaal im Römer.

„Geht das denn?“ fragt Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD). Seine selbst gegebene Antwort fällt – natürlich – positiv aus. Gezeigt wird die jüngste Krimifolge von „Ein Fall für zwei“, im ZDF erst am 26. Oktober um 20.15 Uhr zu sehen.

Wie alle Episoden seit 1981 ist auch „Der geteilte Apfel“ in Frankfurt und Umgebung gedreht. Die Zuschauer freut es, wenn sie vertraute Orte wie Alt-Sachsenhausen oder den Lohrberg erkennen. „Oh, die Töngesgasse!“ raunen sich zwei Zuschauerinnen zu, als Detektiv Leo Oswald (gespielt von Wanja Mues) das Nähgeschäft Wächtersbacher betritt.

„Ein Fall für zwei“: Ein Bembel als Tatwaffe

Im Duo mit Anwalt Benni Horberg (Antoine Monot Jr.) ermittelt Oswald unabhängig von Staatsanwaltschaft und Polizei. Als er mit einem Messer bedroht wird, kann er den Griff zur Pistole deshalb nur antäuschen. Ob das reicht?

Echt ist dagegen der Angriff, der Apfelweinwirt Ulrich tötet. Die Klischee-Tatwaffe: ein Bembel. Absurderweise ist das Opfer immer nur für einen Monat Chef der Gaststätte, die andere Zeit übernimmt sein Cousin Daniel – Ergebnis eines komplizierten Erbes. Für die Staatsanwaltschaft ist Daniel so schnell Tatverdächtiger Nummer eins. Doch seine Frau beauftragt das private Ermittlerduo Oswald und Horberg, die am Ende sogar eine Vergewaltigung aufdecken.

Von einer „Buddy-Serie“ spricht ZDF-Redakteurin Dagmar Ungureit in der Diskussion. Neben den Schauspielern Monot Jr. und Mues nehmen Regisseur Thomas Nennstiel, ein weiterer Redakteur und Vertreter der Produktionsfirma teil. Monot Jr. sagt, dass die witzigen Momente „mit was Echtem unterfüttert“ seien. Tatsächlich lachen besonders viele Zuschauer, als Nina (Emilia Bernsdorf) ihrem Vater Horberg den Kühlschrank leerräumt, um Essen an Bedürftige zu spenden. Ansonsten wird gleich mehrfach betont, wie toll sich in Frankfurt Filme drehen lassen.

Nach zwei Stunden leert sich der trotz Freikarten nicht restlos belegte Kaisersaal. Menschen bitten die Schauspieler um Selfies oder stärken sich am Imbiss.

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