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Die Paulskirche in Frankfurt muss wohl wegen Problemen mit dem Dachstuhl sowie dem Brandschutz saniert werden.

Neujahrsgrußwort Frankfurt

Bald Beschluss über die Paulskirche

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Zum Abschluss eines bewegten Jahres äußern sich der Stadtverordnetenvorsteher und der OB. In ihrem Neujahrsgrußwort geht es um die Paulskirche. Beide erinnern aber auch an Mustafa Alptug Sözen.

Im nächsten Jahr will die Stadt Frankfurt „über Form und Umfang“ der Sanierung eines ihrer Wahrzeichen entscheiden, der Paulskirche. Das kündigen Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler (CDU) und Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) in ihrem gemeinsamen Neujahrsgrußwort an. Bei der Zukunft der denkmalgeschützten Paulskirche handelt es sich um ein Lieblings-Projekt des OB. Er will aus der Erneuerung des Bauwerks eine nationale Aufgabe machen und den Bund auch als Finanzier mit ins Boot holen.

Zu den „Großprojekten“, die es 2019 zu bewältigen gelte, zählen beide Politiker auch den Neubau des Klinikums Höchst und die Sanierung des Bolongaropalastes im gleichen Stadtteil. Beides müsse man „auf pragmatische und kreative Weise anpacken“. Erst vor wenigen Tagen war bekanntgeworden, dass sich der Bau der Kliniken erneut verteuert und verzögert. Auch der Umbau des Bolongaropalastes war immer teurer geworden und hatte sich verschoben. Einzelheiten nennen beide Politiker nicht.

Fiedler und Feldmann kommen zu dem Schluss: „Wir leben in einer Zeit der radikalen Umbrüche und schwindenden Gewissheiten“. Auch in Deutschland würden die Stimmen vom rechten Rand lauter. In Frankfurt träten aber gesellschaftliche Spannungen weitaus weniger deutlich zutage als andernorts – dies liege an seiner „speziellen Mischung aus wirtschaftlicher Stärke, kultureller Vielfalt und bürgerlichem Engagement“. Es sei kein Zufall, dass eine Bewegung wie „Pulse of Europe“in Frankfurt ihren Ursprung habe.

Die neue Altstadt sei binnen kürzester Zeit zu einem wahren Publikumsmagneten avanciert. Die „Kaiserpfalz Franconofurd“, habe im Dezember nach nur wenigen Monaten ihren 300 000sten Besucher gemeldet.

Frankfurt als rasch wachsende Metropole werde schon bald seinen 750 000sten Bewohner offiziell begrüßen.

Siegler und Feldmann würdigen den im Juni verstorbenen früheren Kulturdezernenten Hilmar Hoffmann (SPD) und den Maler Max Weinberg, der im April gestorben war, als „Kulturpioniere“. Ihre immense Schaffenskraft habe sich „auch aus den verheerenden Ereignissen des Zweiten Weltkrieges“ gespeist.

Die beiden Politiker erinnern auch an den 17-jährigen Mustafa Alptug Sözen, der in der Station Ostendstraße ums Leben gekommen war, als er einem anderen Menschen helfen wollte. Der Magistrat werde sich dafür engagieren, dass ihm „ein angemessenes Denkmal gesetzt“ werde.

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