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Horst Amann wechselt zur Regionaltangente West.

Regionaltangente

Amann neuer Chef

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Fraport-Mann Horst Amann trieb einst den Bau der Nordwestlandebahn voran. Jetzt wird er neuer Geschäftsführer der Regionaltangente West.

Horst Amann wird neuer Geschäftsführer der Regionaltangente West (RTW). Das haben deren Gesellschafter auf Vorschlag des Aufsichtsrats beschlossen, teilte Klaus Oesterling (SPD), Frankfurter Verkehrsdezernent und RTW-Aufsichtsratschef, mit. Der langjährige Geschäftsführer der Regionaltangente, Rolf Valussi, scheidet Ende Juli aus und geht mit 68 Jahren in den Ruhestand.

Sein Nachfolger ist einer der bekanntesten Baumanager der Region. Horst Amann hat für die Deutsche Bahn die ICE-Strecke zwischen Frankfurt und Köln gebaut. Danach wechselte er zum Flughafenbetreiber Fraport und trieb er die Nordwestlandebahn voran.

In Berlin versuchte Amann, den Flughafen BER zum Laufen zu bringen. Vergeblich. Nach Streit mit dem damaligen BER-Chef Hartmut Mehdorn ging Amann zurück zu Fraport. Dort kümmerte er sich bis vor Kurzem um den Bau von Terminal 3. Ein umstrittenes Projekt, wie schon die Nordwestlandebahn. Widerstand wird ihm auch bei der Regionaltangente begegnen, wo die Planfeststellung im nördlichen Abschnitt begonnen hat. Landwirte im Hochtaunuskreis haben angekündigt, ihre Grundstücke nicht verkaufen zu wollen.

Die RTW soll Bad Homburg und Frankfurt-Praunheim mit Neu-Isenburg und Dreieich verbinden. Sie schwenkt westlich an Frankfurt vorbei und bindet die Gewerbegebiete am Flughafen, im Industriepark Höchst und in Eschborn an. Ein Ziel ist, den S-Bahn-Tunnel in Frankfurt zu entlasten. Die ersten Züge könnten 2023 oder 2024 fahren, Kosten: 376 Millionen Euro.

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