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Blick auf die Bühnen am Willy-Brandt-Platz.

Aktionsgemeinschaft

Weg mit Alten Zöpfen

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Die Aktionsgemeinschaft Schauspielhaus frohlockt.

Bei der „Aktionsgemeinschaft Schauspielhaus Frankfurt“ herrscht absolute Genugtuung. Endlich besäßen die Politiker im Römer „den Mut, alte Zöpfe abzuschneiden“. Damit ist gemeint, dass mittlerweile in der Rathaus-Koalition offen über einen Neubau der Städtischen Bühnen diskutiert wird.

Denn die Bürgerinitiative sieht auf diese Weise die Chancen für ihr wichtigstes Anliegen wachsen. Sie fordert eine Sanierung und bauliche Ergänzung des Schauspielhauses am Willy-Brandt-Platz, die sich an dem historischen Gebäude von der Jahrhundertwende orientiert.

In den Jahren 1899 bis 1902 war nach den Entwürfen des Architekten Heinrich Seeling im Bau im Jugendstil entstanden. Er war das Domizil des Schauspielhauses, bis es im Jahre 1944 in den schweren Bombenangriffen des Zweiten Weltkrieges zerstört wurde.

Die Aktionsgemeinschaft hat mittlerweile mit Hilfe von drei Architekturbüros ein Konzept unter dem Titel „Große Rochade“ verfasst. Es schlägt vor, das Schauspielhaus zu sanieren und zu ergänzen – das würde nach der Expertise der Architekten 420 Millionen Euro kosten. Darüber hinaus schlägt die Initiative den Neubau eines Opernhauses „beispielsweise am Mainufer“ vor. Dieser Bau ist angeblich für 370 Millionen Euro zu haben. Bei beiden Projekten seien „Risikozuschläge“ und Preissteigerungen schon einkalkuliert.

Auch die Aktionsgemeinschaft geht wie die Politiker im Römer davon aus, dass für Neubau und Sanierung Zuschüsse von Bund und Land Hessen fließen. Außerdem will sie mit einem „Schauspiel-Bürgerfonds“ Geld einsammeln.

Durch all diese Schritte ließen sich die Gesamtkosten für beide Projekte auf 510 Millionen Euro drücken.

Es gelte jetzt, die möglichen Standorte für einen Neubau der Oper ernsthaft zu prüfen. Dabei rechnet die Initiative auch den Kulturcampus in Bockenheim ein sowie ein Grundstück der Frankfurter Sparkasse an der Neuen Mainzer Straße.

Auch der Osthafen könne der Ort für einen Opern-Neubau werden. Dies zielt auf das städtische Gelände Mayfarthstraße 14, das heute noch vom großen Baustoffhandel Raab Karcher genutzt wird.

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