Parken in Frankfurt

Ärger über Parksünder in Preungesheim

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Im Frankfurter Stadtteil Preungesheim melden Anlieger Park-Verstöße im Gewerbegebiet August-Schanz-Straße. Dem Verkehrsdezernat ist die angespannte Situation bekannt.

Die Aufregung unter den Anliegern des Gewerbegebietes August-Schanz-Straße im Stadtteil Preungesheim ist groß: Immer mehr nimmt der Parkdruck zu, vor allem durch unrechtmäßig abgestellte Abschleppwagen oder Verkehrsbehinderungen durch Lastwagen. Die Betroffenen haben sich jetzt zusammengeschlossen und wollen gemeinsam gegen die Parksünder vorgehen.

Dabei wollen sie nicht nur den üblichen Weg über den Ortsbeirat 10 gehen, berichtet FDP-Mitglied Andreas Eggenwirth. Sie suchten auch den direkten Kontakt zur Wirtschaftsförderung der Stadt, zum Wirtschaftsdezernenten Markus Frank (CDU) und auch zum Verkehrsdezernenten Klaus Oesterling (SPD).

In der Zwischenzeit registrieren die Anlieger Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung und melden sie der Polizei. Sogar Blankoformulare für Anzeigen haben sie erstellt und verteilt.

An die 100 Betriebe sind in dem Gewerbegebiet angesiedelt. Die Branchen sind vielfältig, von Kommunikation, über Glas- und Messebau, Gebäudereinigung bis hin zu Freizeitanlagen wie Frankfurts Boulderwelt. Auffällig ist laut den Anliegern ein Abschleppunternehmen, das - so würden es Fotos zeigen - auch schon einmal widerrechtlich geparkte Autos abschleppt, um dann selbst eines seiner Transportfahrzeuge an dieser Stelle abzustellen.

Verkehrsdezernat kennt die angepannte Situation

Das Verkehrsdezernat kennt die angepannte Situation in der August-Schanz-Straße. Man sei daher dort seit geraumer Zeit mit der städtischen Verkehrspolizei aktiv, berichtet Referent Hans Preißl.

Allein in diesem Jahr seien 18 Beschwerden an die städtische Verkehrspolizei herangetragen worden, hauptsächlich handele es sich um Nichteinhaltung des Haltverbots, unerlaubtem Parken auf den Gehwegen oder Verkehrsbehinderungen durch Lastwagen. Hinzu käme eine ihm nicht bekannte Anzahl an Beschwerden, die bei der Landespolizei einging.

Laut Preißl ist es in besagtem Gebiet generell allen Fahrzeugarten erlaubt zu parken. Ausnahmen bildeten Fahrzeuge über 7,5 Tonnen sowie Anhänger ohne Zugfahrzeug. Bei den großen Lastwagen würden Verstöße konsequent geahndet, sagt er. „In Zeiten mit hoher Auftragslage müssen jedoch Prioritäten bei der Bearbeitung gesetzt werden.“

Die Anhänger ohne Zugfahrzeug würden registriert, nach zwei Wochen erfolge eine Nachkontrolle. Das Problem: Der anzeigende Zeuge müsse den Nachweis erbringen, dass der Anhänger in dieser Zeit nicht bewegt wurde. Kann dieser Nachweis nicht zweifelsfrei geführt werden, sei keine Verwarnung möglich, erklärt Preißl.

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