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Bei der Wahlparty der SPD im Moloko war es zeitweise brechend voll.
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Bei der Wahlparty der SPD im Moloko war es zeitweise brechend voll.

Bundestagswahl 2021

Bundestagswahl in Frankfurt: SPD feiert größten Erfolg seit Jahren

  • Christoph Manus
    VonChristoph Manus
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Die Frankfurter SPD jubelt über das Direktmandat im westlichen Wahlkreis und das starke Abschneiden in Bund und Stadt.

Frankfurt am Main - Für die zuletzt nicht eben erfolgsverwöhnte Frankfurter SPD ist es ein sehr guter Tag. Bei der Kommunalwahl im März, bei der Landtagswahl, bei der Europawahl haben die Sozialdemokraten schwach abgeschnitten. Nun zeichnet sich im Bund wie in Frankfurt ein Ergebnis ab, mit dem noch vor einigen Wochen die Wenigsten gerechnet hätten. „Die Frankfurter SPD kann sehr glücklich sein mit diesem Abend“, sagte der Frankfurter SPD-Vorsitzende Mike Josef im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau.

Es sei ein großartiger Erfolg, dass es Armand Zorn gelungen ist, erstmals seit 16 Jahren wieder einen Wahlkreis für die Frankfurter SPD direkt zu gewinnen. Die Partei liege zudem diesmal bei den Zweitstimmen in Frankfurt Kopf-an-Kopf mit den Grünen und klar vor der CDU. Das Ergebnis zeige: Wenn die SPD mit guten Kandidat:innen auf die richtigen Themen setze, sei nicht nur in Frankfurt immer mit ihr zu rechnen, sagte Josef am Abend. Es habe sich sehr bewährt, im Wahlkampf stark auf das Thema Soziale Gerechtigkeit zu setzen, also auf den „Markenkern“ der SPD.

Bundestagswahl 2021 in Frankfurt: „Komplett irre“

Bei der Wahlparty zur Bundestagswahl 2021 in der brechend vollen Bar Moloko in der Innenstadt war bereits riesiger Jubel ausgebrochen, als um 18 Uhr die erste ZDF-Prognose die SPD im Bund vorn sah. Die Stimmung schwankte zunächst zwischen Euphorie und einer gewissen Ungläubigkeit. Bei jeder neuen Zahl für die SPD wurde es laut. „Ich bin jetzt schon heiser“, sagte einer. Da war es gerade 18.30 Uhr.

„Komplett irre“ seien die Ergebnisse, freute sich der Stadtverordnete Simon Witsch früh. Und gestand: „Wir hatten fast vergessen, wie man jubelt.“ Auch Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD), der die Ergebnisse im Römer verfolgte, konnte es zunächst noch nicht richtig fassen, wie gut die SPD abgeschnitten hat. Die ersten Zahlen nannte er bereits einen „Hammer“. Hätte ihm jemand vor ein paar Wochen solch ein Ergebnis für die SPD prophezeit, hätte er geantwortet: „Träum schön weiter!“, sagte Feldmann. Der Landtagsabgeordnete Turgut Yüksel zeigte sich sehr zufrieden und erleichtert. „Man hatte uns fast totgesagt.“

Kaweh Mansoori zieht auch in den Bundestag ein

Unterbezirkschef Josef hatte das Abschneiden der SPD kurz zuvor sogar als „größtes Comeback seit Rocky Balboa“ bezeichnet – und dabei auf die noch vor wenigen Monaten sehr schlechten Umfrageergebnisse für die Sozialdemokraten hingewiesen. „Wir waren komplett abgeschrieben.“ Doch dann habe die SPD einen Riesenwahlkampf hingelegt und dabei – anders als in früheren Zeiten – auch eine große Geschlossenheit gezeigt. „Wir werden verdient den nächsten Kanzler stellen“, sagte Josef.

Ob die Frankfurter SPD einen oder zwei Bundestagsabgeordnete stellen wird, blieb am Abend zunächst offen. Kaweh Mansoori gelang es nicht, den östlichen Wahlkreis 183 direkt zu gewinnen. Darüber sei er natürlich persönlich enttäuscht, sagte der Vorsitzende des SPD-Bezirks Hessen-Süd am späten Abend der Frankfurter Rundschau. Ob Platz 3 auf der hessischen Landesliste reicht, sei nicht klar. Insgesamt sei die Wahl für die Partei aber ein „Riesenerfolg“. Schließlich habe die SPD erstmals seit vielen Jahren bei einer Bundestagswahl klar hinzugewonnen.

Erst am frühen Morgen ist dann klar: Kaweh Mansoori hat es geschafft. Er zieht als einziger hessischer Sozialdemokrat über die Landesliste seiner Partei in den Bundestag ein. (Christoph Manus)

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