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Sparprogramm in Frankfurter Museen

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Von: Georg Leppert

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Auch die Carcatura hat einen Tag kürzer geöffnet.
Auch die Carcatura hat einen Tag kürzer geöffnet. © christoph boeckheler*

Die Stadt kürzt die Öffnungszeiten deutlich. Mit der Corona-Pandemie hat das nur mittelbar zu tun.

Die Stadt Frankfurt schränkt die Öffnungszeiten in ihren Museen ein. Grund seien Sparmaßnahmen, sagte Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) am Dienstag und sprach von einem „schmerzhaften Schritt“.

Die Museen und das Institut für Stadtgeschichte werden von April an neun Stunden pro Woche kürzer geöffnet sein. Hartwig hofft so auf Einsparungen in Höhe von 750 000 Euro jährlich. „Es ist kein Geheimnis, dass die Stadt sparen und auch die Kultur ihren Beitrag leisten muss“, sagte Hartwig. Die Pandemie habe ein Loch in den Haushalt gerissen.

Öffnungszeiten

• Archäologisches Museum: Mittwoch bis Sonntag 10 bis 18 Uhr, mittwochs bis 20 Uhr (KiTa-Gruppen und Schulklassen – können nach Anmeldung und in Begleitung von Lehrpersonal – auch dienstags zu Führungen oder Workshops in das Archäologische Museum kommen)
• Caricatura Museum: Mittwoch bis Sonntag 11 bis 18 Uhr
• Deutsches Architekturmuseum im DAM Ostend: Dienstag, Donnerstag, Freitag 12 bis 18 Uhr, Mittwoch 12 bis 19 Uhr, Samstag und Sonntag 11 bis 18 Uhr
• Historisches Museum und Junges Museum: Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr (Schulklassen – mit Anmeldung und in Begleitung von Lehrpersonal – können von Dienstag bis Freitag ab 9 Uhr in das Historische und in das Junge Museum kommen)
• Porzellan Museum: Samstag und Sonntag 11 bis 18 Uhr
• Institut für Stadtgeschichte, Lesesaal: Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr
• Institut für Stadtgeschichte, Ausstellungen: Montag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr
• Jüdisches Museum: Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr
• Museum Judengasse: Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr (Schulklassen – mit Anmeldung und in Begleitung von Lehrpersonal – können von Dienstag bis Freitag ab 9 Uhr in das Jüdische Museum und das Museum Judengasse kommen)
• Museum Angewandte Kunst: Dienstag bis Freitag 12 bis 18 Uhr, mittwochs bis 20 Uhr und samstags und sonntags 10 bis 18 Uhr
• Ikonenmuseum: Mittwoch 12 bis 20 Uhr, Freitag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr
• MUSEUM MMK FÜR MODERNE KUNST mit dem TOWER und dem ZOLLAMT: Dienstag bis Sontag 11 bis 18 Uhr, mittwochs bis 19 Uhr
• Weltkulturen Museum: Mittwoch bis Sonntag 11 bis 18 Uhr, mittwochs bis 20 Uhr

Hartwigs Ankündigung kommt überraschend, da Kämmerer Bastian Bergerhoff (Grüne) erst vor wenigen Tagen den Haushaltsentwurf vorgelegt hatte. Dort ist zwar von Einsparungen die Rede, auch im Kulturdezernat, aber eben nicht im laufenden Jahr, sondern erst von 2023 an. Hartwigs Sprecher Daniel Grebe erklärte auf FR-Anfrage, beim Haushaltsentwurf handele es sich „um eine technische Fortschreibung der Budgets und Vorgaben aus dem vorherigen Haushalt und damit einhergehender Sparzwänge“.

Städel, Schirn und Liebieghaus schränken ihre Öffnungszeiten nicht ein, da sie nicht städtisch sind. geo

Weiterer Bericht Seite F8

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