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Die Filiale der Frankfurter Sparkasse in der Eckenheimer Landstraße 336 wird Ende Dezember schließen.

Eckenheim

Sparkasse in Eckenheimer Landstraße schließt Ende Dezember

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Monatelang wurde für den Erhalt der Sparkassenfiliale in Eckenheim gekämpft. Jetzt steht endgültig fest: Am 20. Dezember gehen in den Räumen an der Eckenheimer Landstraße 336 / 338 die Lichter aus. Die SPD fordert eine Kooperation mit einer Partnerbank, um den Service vor Ort aufrechtzuhalten.

Jetzt steht das Datum fest: Am 20. Dezember, 16 Uhr, wird die Filiale der Sparkasse in der Eckenheimer Landstraße 336/338 endgültig schließen. Das bestätigte eine Sprecherin des Unternehmens. Hintergrund des Termins seien aufgrund gesetzlicher Vorgaben fällige hohe Investitionen, wenn der Betrieb noch im nächsten Jahr laufen würde. Außerdem dauere der Rückbau länger als ursprünglich angenommen. Alle Kunden seien unverzüglich über den Schließungstermin informiert worden, teilte die Sprecherin mit.

Die Kritik an der Schließung reißt derweil nicht ab. Schon direkt nach Bekanntwerden der Pläne hatten Bürger des Stadtteils eine Unterschriftenliste initiiert, im Ortsbeirat 10 gab es diverse Anträge zu dem Thema, in der Hoffnung, die Schließung zu verhindern oder wenigstens die Beibehaltung eines Automaten zu erreichen.

Die SPD im Ortsbeirat fordert weiterhin den Magistrat auf, bei der Sparkasse zu intervenieren. Konkret solle er, so steht es in einem Antrag für die heutige Sitzung, die Kooperation mit einer Partnerbank forcieren, die in einer gemeinsam betriebenen Filiale münden könnte. Als Beispiel führen die Sozialdemokraten das vor einigen Wochen bekannt gewordene Kooperationsmodell der Taunus Sparkasse mit der Frankfurter Volksbank an.

Denn es sei ein Unterschied, führt Kurt Schomburg von der SPD aus, „ob man die Kundschaft im Rahmen eines Sommerfestes auf dem Gravensteiner Platz über die Schließung einer Filiale informiert, oder ob man einen professionellen Kundenservice vor Ort vorhalten will“.

Regionalleiter im Ortsbeirat

Auf besagtem Sommerfest war die Sparkasse mit zwei Mitarbeitern präsent. Auch einen weiteren Termin zur Information will das Unternehmen wahrnehmen: In der Ortsbeiratssitzung am 26. November steht Dieter Wagner, Leiter des Regionalmarkts Nord, den Politikern und Bürgern Rede und Antwort.

Bis dahin versucht die SPD, ihren Antrag durchzusetzen. Denn, so heißt es im Antragstext, die „Daseinsfürsorge umfasst die Sicherung des allgemeinen und diskriminierungsfreien Zugangs zu existentiellen Gütern und Leistungen einschließlich deren Bereitstellung, auch in der Geld- und Kreditversorgung“.

Der Ortsbeirat 10 trifft sich am Dienstag, 22. Oktober, um 19.30 Uhr im Saalbau Ronneburg, Gelnhäuser Straße 2.

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