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Die Siegerin: 1. Platz für Anne Lemhöfer.

Wettbewerb

FR-Redakteurin gewinnt Journalistenpreis

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Für ihre Reportage, die den Neuanfang eines Syrers in Frankfurt protokolliert, wird Anne Lemhöfer mit dem Hessischen Journalistenpreis ausgezeichnet. Einen besonderen Preis erhält auch FAZ-Herausgeber Werner D’Inka.

FR-Redakteurin Anne Lemhöfer ist am Montagabend in Frankfurt mit dem Hessischen Journalistenpreis ausgezeichnet worden. Für ihre Ende Juli im Magazin der Frankfurter Rundschau erschienene Reportage ?Waels Bilder? belegte sie den ersten Platz des Wettbewerbs, der zum 11. Mal von der Sparda-Bank Hessen und dem Deutschen Journalistenverband Hessen ausgerichtet wurde und dieses Jahr unter dem Motto „Integration von Flüchtlingen in Hessen“ stand.

Jury-Vorsitzender Heiner Boehncke, Professor für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Goethe-Universität, lobte Lemhöfers Text, der den Neuanfang eines 25-jährigen Syrers in Frankfurt protokolliert, als „markante Chronik“. „Der Autorin gelingt das Kunststück, Wael, der die schreckliche Wirklichkeit des syrischen Krieges als Opfer erlebte, in elf meisterhaft verfassten Miniaturen als Individuum zu beschreiben.“ Die „herausragende Qualität“ habe die Jury „in besonderer Weise“ überzeugt.

Zum zweiten Mal bei der Jury gepunktet

Die 38-Jährige, die aktuell als Redakteurin das neue Wochenend-Magazin „FR7“ betreut, konnte damit bereits zum zweiten Mal bei der Jury punkten. Im Jahr 2013 hatte sie mit dem Porträt einer Studentin der Erneuerbaren Energien den 3. Platz belegt.

In diesem Jahr ging der zweite Platz des mit insgesamt 10 000 Euro dotierten Preises an Johannes Pennekamp mit seiner Reportage „Flucht nach vorn“ aus der „Frankfurter Allgemeinen Woche“, der dritte Platz an Andreas Bauer für seinen Beitrag „Warum Rudi Witzig gegen Flüchtlinge ist“ auf hessenschau.de. Belobigt wurden Bauers Team des HR-Multimedia-Projekts „Praxistest Integration“ sowie Wiesbadener Kurier und Tagblatt für die Broschüre „Hier in Wiesbaden“.

Lob für alle Ausgezeichneten äußerte auch FAZ-Herausgeber Werner D’Inka, der seinerseits den Ehrenpreis für sein bisheriges Lebenswerk erhielt. Sein Vorgänger als Herausgeber, Juror Dieter Eckart, pries D’Inka in seiner Laudatio als „einfallsreichen Stilisten, präzisen Analytiker, perfekten Mannschaftskapitän und Motivator“. D’Inka zeigte daraufhin „reine Freude und aufrichtige Dankbarkeit“ und brach eine Lanze für den Beruf des Journalisten, der trotz Konkurrenz durch Blogs und Social Media als „unabhängiger Beobachter“ des Weltgeschehens gebraucht werde.

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