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Werner Holzer wird geehrt.

Hessischer Journalistenpreis

Ehrenpreis für ehemaligen FR-Chefredakteur

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Der frühere Chefredakteur der Frankfurter Rundschau, Werner Holzer, ist für sein journalistisches Lebenswerk geehrt worden. Bei der Verleihung der Hessischen Journalistenpreise im Kaisersaal des Römers erhielt der 89-Jährige am Montagabend den Ehrenpreis.

Holzer konnte nicht selbst an der Verleihung teilnehmen und wurde von seinen Kindern Katharina und Philip Holzer vertreten.

Holzer hatte von 1973 an fast 20 Jahre lang die Redaktion der Frankfurter Rundschau geleitet, bis ihm 1992 Roderich Reifenrath nachfolgte. Vorher war Holzer als Auslandskorrespondent und Chef vom Dienst unter dem legendären FR-Herausgeber Karl Gerold tätig gewesen.

Der Mann mit der sonoren Stimme

Sein besonderes Interesse galt stets der Entwicklung benachteiligter Länder, vor allem in Afrika und Asien, sowie der Ereignisse in den USA. Als Holzer 1992 in den Ruhestand ging, wurde der Mann mit der sonoren Stimme für eine Zeitlang „Anchorman“ in einer Nachrichtensendung des Fernsehsenders Vox.

Die Jury des Journalistenpreises schrieb in ihrer Begründung, Holzer habe „in bewegten Zeiten die wichtigen Ereignisse und politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen begleitet und die Geschicke einer der großen meinungsbildenden Tageszeitungen Deutschlands gelenkt“.

Der Hessische Journalistenpreis wird seit zehn Jahren vom Deutschen Journalistenverband (DJV) Hessen in Zusammenarbeit mit der Sparda-Bank Hessen verliehen. Als Thema hatte die Jury um den Literaturwissenschaftler Heiner Boehncke und den DJV-Landesvorsitzenden Hans Ulrich Heuser die Berichterstattung über „Flüchtlinge in Hessen“ auserkoren.

Sonderpreis für Gruppenarbeit

Den ersten Platz belegten die „Handelsblatt“-Autoren Simon Book, Donata Riedel und Benjamin Wagener für ihren Artikel „Wutbürgerlich“. Auf Platz zwei kam Mariana Friedrich mit ihrem Beitrag „Asylheim statt Studenten-Apartments?“, den sie für das Regionalmagazin „move36“ geschrieben hatte. Ursula Mayer erreichte den dritten Platz mit ihrem Hörfunkbeitrag „Rechtlich in der Grauzone: Unbegleitete Flüchtlingskinder in Deutschland“, der von dem Sender HR-Info ausgestrahlt wurde.

Einen Sonderpreis erhielt die Gruppenarbeit von Redakteuren und Volontären des „Wiesbadener Kuriers“ unter dem Titel „Weihnachten auf der Flucht“. Eine Belobigung der Jury ging an Mona Jaeger für ihren Beitrag „In was für einer Gegend wohnst du denn?“, der in der „FAZ“ erschien.

Die Preise waren in diesem Jahr mit insgesamt 10 500 Euro dotiert. Sie werden an Journalisten vergeben, die durch ihre Arbeit zur Stärkung der unverwechselbaren Identität Hessens beitragen.

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