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Stadrat Josef (Mitte) auf dem Bolzplatz in der Munk-Anlage in Frankfurt.
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Stadrat Josef (Mitte) auf dem Bolzplatz in der Munk-Anlage in Frankfurt.

Frankfurt-Gallus

Die soziale Stadt erleben

  • Denis Hubert
    VonDenis Hubert
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Bei einem Rundgang durch das Gallus erläutert Dezernent Mike Josef die Erfolge des Programms Soziale Stadt. Mieter aus der Knorrstraße nutzen den Anlass, um gegen Nachverdichtung in ihrem Quartier zu demonstrieren.

Mike Josef kommt ganz schön ins Schwitzen. Kurz vor dem Stadtteilrundgang am Mittwoch kickt der Planungsdezernent mit Jugendlichen auf dem Bolzplatz in der Julius-Munk-Anlage. „Ich bin nicht ausgerutscht“, sagt der SPD-Politiker und lobt den Untergrund.

Die Anlage gibt es seit zehn Jahren. Entstanden ist sie im Programm „Soziale Stadt“. „Das ist der schönste Bolzplatz“, lobt Helga Roos vom Sportkreis. 14 Jahre lang hätten Jugendliche aus der Umgebung keine Möglichkeiten zum Spielen gehabt. Im Stadtteilbeirat sei man damals einhellig der Auffassung gewesen, dass etwas passieren müsse – mit Erfolg.

Im Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ geht es darum, wirtschaftlich und sozial benachteiligte Ortsteile aufzuwerten. Von 2001 bis 2014 flossen im Gallus insgesamt 30 Millionen Euro aus Bundes-, Länder- und städtischen Mitteln. Von den Erfolgen konnten sich die etwa 40 Teilnehmer des Stadtteilrundgangs nun ein Bild machen.

„Wir wollen erlebbar machen, was mit dem Programm alles gemacht werden kann“, erläutert Josef. Auch im Hinblick auf Nieder-Eschbach und Nied, die derzeit gefördert werden. Zehn Stationen standen während der zweistündigen Tour auf dem Plan – von der Munk-Anlage über das Mehrgenerationenhaus an der Idsteiner Straße bis bin zum Quartierspavillon Quäkerwiese.

Dass das Programm „Soziale Stadt“ im Gallus noch nicht ganz abgeschlossen ist, zeigt sich an der Frankenallee. Dort wird im Mai der zweite Bauabschnitt fertiggestellt, der sich von der Schwalbacher Straße bis zur Galluswarte erstreckt. Wie zwischen Schwalbacher Straße und Friedenskirche verschmälert die Stadt Kreuzungen und errichtet eine fünf Meter breite Promenade mit Sitzmöglichkeiten und blühenden Pflanzen.

Dass nicht alle Aufwertungen ankommen, demonstrieren Mieter des Quartiers in der Knorrstraße, für das eine Milieuschutzssatzung gilt. Pläne des Wohnungskonzerns Vonovia, Wohnhäuser zu sanieren, aufzustocken und um drei Neubauten zu ergänzen, stoßen bei ihnen auf Kritik. „So nicht Vonovia! Hier gilt Milieuschutz! Wir fordern sofortigen Baustopp!“, heißt es auf einem Banner, das die Mieter während des Rundgangs hochhalten. Laut Stadt hat die Baugenehmigung aber Bestand. „Das ist ein stiller Protest“, sagt Roberto Stojanoski, der in dem Quartier wohnt.

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