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Daniela Birkenfeld ist seit 2007 Sozialdezernentin.
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Daniela Birkenfeld ist seit 2007 Sozialdezernentin.

Kommunalpolitik

Sozialdezernentin Birkenfeld: Über Parteigrenzen hinweg beliebt

  • Georg Leppert
    VonGeorg Leppert
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Niemand gehört dem Magistrat in Frankfurt so lange an wie Daniela Birkenfeld, als Kollegin wurde sie parteiübergreifen geschätzt. Doch ihre Zeit als Dezernentin begann mit einem Eklat.

Heute mutet es seltsam an, was vor 14 Jahren in den Frankfurter Zeitungen stand. Die CDU-Politikerin Daniela Birkenfeld, die gerade erst zur Sozialdezernentin gewählt worden war, war seinerzeit betrunken Auto gefahren. Die Alkoholfahrt, so hieß es, könne ihr auch politisch schwer schaden, denn sie sei ja nicht unumstritten. Schon vor einem Jahr hätten viele in der CDU lieber Bernadette Weyland als Dezernentin gesehen als die im eher linken Parteiflügel beheimatete Birkenfeld.

Ihren Führerschein hat Daniela Birkenfeld längst zurück, und als Sozialdezernentin hat sie seit 2007 überzeugt – und zwar nicht nur ihre eigenen Parteifreundinnen und -freunde. In den vergangenen Plenarsitzungen teilten Stadtverordnete unterschiedlicher Fraktionen immer wieder mit, wie gerne sie mit Birkenfeld zusammengearbeitet hätten und wie bedauerlich sie ihr Ausscheiden aus der Kommunalpolitik fänden.

Daniela Birkenfeld ist niemand, die die Öffentlichkeit sucht. Wenn sie im Stadtparlament etwas gefragt wurde, stand sie Rede und Antwort, wenn die Presse um Interviews bat, nahm die 61-Jährige sich immer Zeit. Aber große PR-Aktionen waren ihre Sache nicht. Die CDU-Politikerin erledigte einfach souverän ihren Job – obwohl der immer schwieriger wurde.

Mit dem Jahr 2015 und der Ankunft vieler Tausend Flüchtlinge am Frankfurter Hauptbahnhof hatte Birkenfeld einige Monate lang fast nur noch damit zu, menschenwürdige Unterkünfte für die teils traumatisierten Menschen zu finden. Dafür nutzte die Stadt zeitweise das alte Neckermann-Gebäude an der Hanauer Landstraße. Ideal sei diese Lösung nicht, sagte Birkenfeld. Ziel bleibe es, Gemeinschaftsunterkünfte dieser Art aufzulösen. Doch bis dahin, das sagte die Dezernentin unumwunden, werde es noch lange dauern.

2018 wurde Birkenfeld für eine dritte Amtszeit gewählt. Niemand der amtierenden Dezernentinnen und Dezernenten ist länger dabei – auch das zeigt ihre Wertschätzung in der Kommunalpolitik. Zumal sie auch durch den AWO-Skandal wenig Schaden nahm. Obwohl offenkundig Kontrollsysteme der Stadt versagt hatten, gab es kaum persönliche Angriffe gegen sie. Konkret ging es um den Betrieb von zwei Flüchtlingsheimen.

Was ihr half: Vorwürfe wären am ehesten von der SPD zu erwarten gewesen. Und Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) war selbst längst viel zu sehr Teil der Affäre geworden.

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