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Erster Stadtteilmarkt „Sossenheim kann nachhaltig“: Unter diesem Motto gab es am Freitag Mitmach-Angebote im Cäcilia-Lauth-Spielpark. Foto: Christoph Boeckheler
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Erster Stadtteilmarkt „Sossenheim kann nachhaltig“: Unter diesem Motto gab es am Freitag Mitmach-Angebote im Cäcilia-Lauth-Spielpark.

Sossenheim

Spielerisch Müll sortieren

  • Clemens Dörrenberg
    VonClemens Dörrenberg
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Erster nachhaltiger Stadtteilmarkt im Cäcilia-Lauth-Spielpark. Mehr als 25 Sossenheimer Einrichtungen, Vereine, Initiativen und Engagierte hatten Mitmachangebote aufgebaut.

Auf Stoffresten, die zwischen Bäumen im Cäcilia-Lauth-Spielpark aneinander gehängt wurden, haben jungen Sossenheimerinnen und Sossenheimer ihre Botschaften gepinselt. „Plastik ist nicht gut für die Umwelt!“, „Schützt die Natur!“ und „Stofftüten sind gut!“ steht dort. Auch Elif und Najidkhan, die am Freitag beim „Stadtteilmarkt“ mit ihrer Gruppe aus dem benachbarten Kinderzentrum 19 versuchen, Müll an einem Stand richtig zu sortieren, haben beim Bemalen in der vorangegangenen „Umweltwoche“ mitgemacht.

Während ihre Kamerad:innen etwas Schwierigkeiten mit dem Sortieren haben, ordnet die sechsjährige Elif eine Plastikverpackung passenderweise einem gelben Eimer zu, der achtjährige Najidkhan verstaut eine grüne Glasflasche richtig. Erzieherin Annett Waldenburger berichtet, dass sich die Kinder erstmals konkret mit Mülltrennung beschäftigten. „In der Einrichtung wird aber auch sortiert und wir haben einen eigenen Kompost.“

Ihr Kollege Horst Schäfer sagt: „Es ist wichtig, dass sie lernen, was man für den Erhalt von Natur und Umwelt tun kann“. Im Cäcilia-Lauth-Park würden Gruppen der Kindertagesstätte auch häufiger Müll aufsammeln, berichtet Schäfer.

Bei dem Markt, der vom Quartiersmanagement und vom Netzwerk Nachhaltiges Lernen in Frankfurt organisiert wurde und als Auftaktveranstaltung für das Projekt „Sossenheim kann nachhaltig“ dient, bieten knapp zwei Dutzend Initiativen, Vereine und Einrichtungen aus dem Stadtteil Mitmachangebote an. Am Stand der Ökumene Sossenheim können etwa „Klimabänder“ aus alten Geschenkbändern gebastelt werden, auf denen Botschaften wie „Wasser sparen – Energie sparen“ oder „faire Löhne – faire Preise“ zu lesen ist. Daneben stellen Ehrenamtliche der „Bücherwurm“-Initiative Lektüre aus zweiter Hand aus.

Kirsten Allendorf, vom Verein Umweltlernen sowie dem Netzwerk Nachhaltiges Lernen in Frankfurt zeigt Erwachsenen und Kindern, wie sie aus leeren Tetrapacks Portemonnaies basteln können. Die 55-jährige Sossenheimerin sagt: „Wir wollen bei dem länger angelegten Projekt Akteure aus dem Stadtteil, die nachhaltig orientiert sind, mit Schulen und Kitas zusammen bringen“. Anders als Stadtteile wie Bornheim werde Sossenheim nicht unbedingt mit Nachhaltigkeit in Verbindung gebracht. Dabei gebe es bereits zahlreiche Engagierte.

Unter einem Pavillon erklärt Ludwig Haas vom Verein Umweltlernen Mädchen und Jungen aus der zweiten Klasse der Henri-Dunant-Schule, warum eine Spülmaschine vergleichsweise wassersparend ist. „Wer mit der Hand spült, lässt oft das Wasser laufen, das ist eine Katastrophe“, sagt er. Der achtjährigen Emely fällt dazu ein: „Beim Händewaschen stelle ich immer das Wasser ab, wenn ich die Seife benutze“.

Die „Fahne“, wie Kirsten Allendorf die aneinander genähten Stoffresten mit den Botschaften zum Umweltschutz nennt, soll übrigens auf kommenden Veranstaltungen des Projektes weiter wachsen. Wenn es Corona zulasse, soll es eine weitere Aktion beim Sossenheimer Weihnachtsmarkt geben.

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