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Gefährlicher Radweg

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Von: Michael Forst

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Der Fuß- und Radweg an der A66 entlang der Sulzbachwiesen ist für viele eine wichtige Verbindung zwischen Sulzbach und Höchst.
Der Fuß- und Radweg an der A66 entlang der Sulzbachwiesen ist für viele eine wichtige Verbindung zwischen Sulzbach und Höchst. © Michael Forst

Der Fuß- und Radweg entlang der A66 bei den Sulzbachwiesen ist für seine Sturzgefahr berüchtigt. Der Ortsbeirat fordert nun die Stadt auf, die Strecke zu asphaltieren. Es hätten sich schon zu viele Unfälle ereignet, nicht nur im Herbst.

Abbrechender Schotter, Schlaglöcher, abschüssig und in den Kurven schwer einsehbar: Der Fuß- und Radweg entlang der A66 bei den Sulzbachwiesen ist bei manchen Sossenheimerinnen und Sossenheimern wegen seiner Sturzgefahr berüchtigt. Die CDU im Ortsbeirat 6 (Frankfurter Westen) fordert daher, dass die Verbindung zwischen Sulzbach, Sossenheim und Höchst asphaltiert wird. Einen entsprechenden Antrag hat das Stadtteilgremium am Dienstagabend einstimmig verabschiedet.

„Es ist gut, wenn der Weg instand gesetzt wird“, sagt Manuela Merzyn, die täglich von Eschborn mit dem Rad kommt und schon einige Stürze auf der Passage erlebt hat. Auch wenn ihr selbst zum Glück noch nichts passiert sei. „Gerade jetzt im Herbst mit dem nassen Laub ist es sehr rutschig und gefährlich“, urteilt sie über den nach ihren Worten einzigen nicht-asphaltierten Abschnitt ihres Radwegs. Da sei es sicherer, gleich vom Rad zu steigen. Zumal der Weg abschüssig verläuft, bis er unten an den Sulzbachwiesen einen Knick nach links Richtung Fußgängerbrücke unter der A66 nimmt. „Hier habe ich schon oft brenzlige Situationen erlebt“, erzählt eine Sossenheimerin. Von beiden Seiten seien immer wieder Radfahrer:innen mit hohem Tempo unterwegs, ohne zu sehen, was hinter der Kurve kommt.

Auch der Sossenheimer Pfleger Petr Michalek nutzt die Strecke täglich und stellt ihr schlechte Noten aus. Punkten kann sie in den Augen des Hobby-Mountainbikers lediglich als Cross-Country-Piste: „Dafür ist sie perfekt – aber für normale Räder leider zu gefährlich.“ Auch alte Menschen mit Rollatoren hätten dort Probleme. Er selber achte immer darauf, langsam zu fahren – mit Rücksicht auf die Spaziergänger:innen, die zu den Sulzbachwiesen unterwegs sind. Wenn die Stadt den Weg verbessern wolle, findet Michalek, solle sie gleich für Sitzbänke entlang der Strecke sorgen. Zudem müssten Laternen angebracht werden, denn nachts sei es auf dem Weg zappenduster.

Ein Dorn im Auge ist ihm auch der „Ratten-Tunnel“ unter der A66, der Teil des Radwegs ist: Auf 100 Metern Länge müssen dort Fußgänger:innen und Radfahrer:innen entlang des kanalisierten Sulzbachs auf einem nur 1,30 Meter breiten Kanalweg durch eine dunkle Röhre. Die Stadt will auf Druck des Ortsbeirats und der Sulzbacher Ortspolitik Abhilfe schaffen. So soll der Durchgang mittels einer Gitterbrücke maximiert werden – wenn möglich über die gesamte Breite der Unterführung.

„Gemeinsam mit dem erneuerten Tunnel wäre die Asphaltierung des Teilstücks dann der Lückenschluss einer angemessenen Rad- und Fußwegverbindung zwischen dem Sulzbachtal und Höchst“, erklärt CDU-Ortsbeirat Michael Schneider.

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