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Am Sonntag wird entschärft

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Bombenfund: rechts neben dem Bagger unter den hellen Brettern.
Bombenfund: rechts neben dem Bagger unter den hellen Brettern. © Michael Schick

Nach dem Fund einer Zehn-Zentner-Bombe am Donnerstag neben dem Katharinenkreisel in der Frankfurter City-West, wird das Kriegsüberbleibsel am 5. Mai vom Kampfmittelräumdienst neutralisiert. Die Bewohner der Umgebung müssen ihre Wohnungen räumen.

Von Georg Leppert und Oliver Teutsch

Nach dem Fund einer Zehn-Zentner-Bombe am Donnerstag neben dem Katharinenkreisel in der Frankfurter City-West, wird das Kriegsüberbleibsel am 5. Mai vom Kampfmittelräumdienst neutralisiert. Die Bewohner der Umgebung müssen ihre Wohnungen räumen.

Der Kampfmittelräumdienst will am Sonntagvormittag die zehn Zentner schwere Bombe entschärfen, die am Donnerstag bei Bauarbeiten im südlichen Bockenheim gefunden wurde. Dazu wird der Bereich rund um den Katharinenkreisel evakuiert. Betroffen ist auch das Radisson-Hotel, dessen 428 Zimmer fast alle belegt sind.

Auch für die 300 Menschen, die in der sogenannten roten Zone wohnen, wird der Sonntag früh beginnen. Bis 7.30 Uhr müssen sie ihre Wohnungen verlassen.

Um 9.30 Uhr wollen die Experten mit der Entschärfung beginnen. Vorher werden Feuerwehr und Polizei kontrollieren, ob sich niemand mehr unbefugt in der Evakuierungszone aufhält. Dann wird auch der Verkehr auf der Autobahn A648 eingestellt. Die S-Bahn-Linien S3, S4 und S5 können zwischen Rödelheim und Westbahnhof nicht fahren.

Einschränkungen gibt es auch in der blauen Zone, die weite Teile der Kuhwaldsiedlung, die Postsiedlung und das Gebiet westlich des Westbahnhofs umfasst. Die Menschen müssen in ihren Wohnungen bleiben und Türen und Fenster geschlossen halten.

Messe nicht betroffen

Wie lange die beiden Bereiche gesperrt sein werden, konnte die Polizei am Freitag nicht sagen. Das Messegelände, auf dem vom heutigen Samstag an die weltgrößte Messe für die Fleischereiwirtschaft stattfinden wird, ist von der Sperrung nicht betroffen.

Auf dem Gelände an der Franklinstraße, auf dem ein 18-stöckiges Hochhaus gebaut wird, hatten Mitarbeiter einer Firma zur Kampfmittelräumung am Donnerstagnachmittag die Bombe entdeckt. Da nach Einschätzung der Experten von dem Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg zunächst keine Gefahr ausging, konnte die Entsorgung auf Sonntag verschoben werden.

Der Sprengkörper ist eine der größten Bomben, die in Frankfurt in den vergangenen Jahrzehnten gefunden wurden. Eine Explosion hätte „verheerende Folgen“, sagte der Leiter des Kampfmittelräumdienstes, Gerhard Gossens, im Interview mit der Frankfurter Rundschau.

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