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Auf das Dach der Textorschule wird Material für eine Photovoltaikanlage gehievt.
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Auf das Dach der Textorschule wird Material für eine Photovoltaikanlage gehievt.

Schulen

Sonnenstrom für Schulen in Frankfurt

  • VonJohanna Stein
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Initiative baut mit Bürgerunterstützung Photovoltaikanlagen auf Frankfurts Schuldächer.

Der Startschuss für das Projekt an der Textorschule fiel am Donnerstagmorgen. Rund 50 Schülerinnen und Schüler versammelten sich auf dem Schulhof, um den Baubeginn einer Photovoltaikanlage auf ihrem Dach vor Ort mitzuerleben. Ein großer roter Kran transportierte die ersten Bausteine hinauf. „Normalerweise machen wir das in den Ferien“, erzählt Projektmanager Jan Simon von der „Sonneninitiative“. Doch in dieser Schule habe sich die Schulleiterin dafür eingesetzt, dass die Kinder das Projekt hautnah miterleben können.

Sonneninitiative heißt der Marburger Verein, der den Bau dieser Photovoltaikanlage initiiert hat. Allein in diesem Jahr will der Verein rund 15 Schulen in Frankfurt mit einem sogenannten Bürgersonnenkraftwerk ausstatten. Hierfür mieten die Verantwortlichen bei der Stadt Dächer für 20 Jahre an und statten diese mit Photovoltaikanlagen aus. Bürgerinnen und Bürger, die in erneuerbare Energien investieren möchten, finanzieren die einzelnen Projekte. Hierfür erhalten sie drei bis vier Prozent Rendite. „Es finden sich eigentlich immer genug Investorinnen und Investoren“, sagt Simon.

Bisher hat der Verein 350 Anlagen gebaut, daran sind rund 3000 Menschen beteiligt. „Die meisten, die investieren, sind außerdem Wiederholungstäter:innen“, ergänzt Simon. Wer einmal investiert habe, wolle oft Geld in weitere Projekte stecken. Die Suche nach Interessierten erfolgt in der Regel vor Ort. „Hier an der Schule kommen beispielsweise Lehrkräfte, Eltern oder Menschen aus der Nachbarschaft infrage“, erklärt Simon.

Photovoltaikanlagen erhalten wenig Gegenwind. „Schätzungsweise 98 Prozent der Menschen stimmen unseren Projekten zu“, sagt Simon. Daher gebe es selten Probleme beim Bau. Frankfurts Schulen eigneten sich zudem gut für die Anlagen – besonders Flachdächer wie das der Textorschule. Natürlich gebe es auch Gebäude, bei denen der Bau deutlich aufwendiger und teurer wäre: Altbauten oder Schieferdächer beispielsweise. Doch Simon erklärt: „Wir gehen erst einmal die einfachen Gebäude an.“ Davon gebe es in Frankfurt noch eine ganze Menge.

Und warum eignen sich Schulen für Bürgerkraftwerke besonders gut? „Schulen haben in aller Regel einen riesigen Stromverbrauch“, erklärt Simon. Den erzeugten Strom verkauft der Verein auch zuerst an die Schulen selbst. Der überschüssige Strom kommt in das Netzwerk der Stadt, Stromverträge zwischen Initiative und Stadt sind bereits abgeschlossen. Für die Stadt entstehen durch die Projekte keine Kosten, stattdessen erhält sie Miete für die Dächer. Projektmanager Simon sieht darin eine große Chance. „Der Knoten ist irgendwie geplatzt“, sagt er. „Jetzt geht es richtig los.“

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