Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Um am Präsenzunterricht teilnehmen zu dürfen, braucht man einen negativen Corona-Test. renate hoyer
+
Um am Präsenzunterricht teilnehmen zu dürfen, braucht man einen negativen Corona-Test. renate hoyer

Coronavirus

So liefen die Selbsttests an den Frankfurter Schulen

  • Sandra Busch
    VonSandra Busch
    schließen

Es ist der erste Tag nach den Osterferien, nun gilt die Testpflicht an den Schulen. Die Handhabung der Tests ist für die Jüngeren noch schwierig.

Es flossen Tränen. „Aber nicht in dem Moment, wenn man das Stäbchen in die Nase steckt“, erzählt ein Sechstklässler. „Erst wenn man das Stäbchen in der Nase herumdreht.“ Dann kann man nichts mehr gegen fließende Tränen machen. Ein Reflex. „Ging fast allen in der Klasse so“, sagt der Schüler. Richtig schmerzhaft sei es nicht, „aber ein unangenehmes Gefühl“. Ansonsten sei alles ganz einfach und in der Klasse dann alle negativ gewesen. „Aber vorher hatten wir Panik, dass wir Corona haben könnten.“ Nach dem Test hätten sich alle besser gefühlt.

Es ist der erste Schultag nach den Osterferien, der erste Tag, an dem Schüler:innen einen Selbsttest für die Teilnahme am Präsenzunterricht machen müssen. Oder einen Nachweis über einen negativen Corona-Test mitbringen müssen. Das betrifft die Grundschulen, die Klassenstufen 5 und 6, die Abschlussklassen und die Q2. Alle anderen sind im Distanzunterricht.

An der Theobald-Ziegler-Grundschule in Frankfurt-Eckenheim sind am Montag 160 Kinder da. Alle machen den Test. In der 3. und 4. Klasse sei dies kein Problem gewesen, berichtet Schulleiterin Christina Raab. Anders bei den Jüngeren. „Sie kommen allein mit dieser Art von Test nicht so gut zurecht. Das schaffen sie motorisch noch nicht.“ Unterstützung gab es am ersten Tag deshalb von Sanitäter:innen des Deutschen Roten Kreuz. Zusammen mit den Lehrkräften zeigten sie, wie solche Tests funktionieren und am besten zu handhaben sind.

Die Handhabung hat man auch an der Kerschensteinerschule in Frankfurt-Hausen in der Vorbereitung schon als Problem erkannt. „Besonders die Handhabung mit der Testflüssigkeit“, erklärt Schulleiterin Cornelia Girg. „Sie soll ja nicht umkippen.“ Einige Lehrer:innen hatten daher die Idee, Knete zu verwenden, in die das Röhrchen mit der Testflüssigkeit abgestellt werden kann. Während es an der Theobald-Ziegler-Schule keinen positiven Fall gab, wurden an der Kerschensteinerschule von den 160 Kindern zwei positiv getestet. Die Eltern wurden informiert, die Kinder abgeholt.

Girg ist froh, dass es die Tests an den Schulen gibt. „Es ist wahnsinnig viel Arbeit, aber es gibt ein Stück Sicherheit.“ Sie rechnet damit, dass dies schnell Routine sein wird. Diese Hoffnung hat auch die Leiterin des Staatlichen Schulamts Frankfurt, Evelin Spyra. Dass die Selbsttests nach einer Zeit des Übens zum Alltag in der Pandemie werden. „Heute war das alles natürlich noch ziemlich aufregend.“

Es sei aber ruhig angelaufen, sagt Spyra. Einige Eltern hätten von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, ihre Kinder vom Präsenzunterricht abzumelden, manche Kinder hätten die Einwilligungserklärung der Eltern für den Test nicht dabeigehabt. Eigentlich dürfen sie dann nicht am Präsenzunterricht teilnehmen. „Heute haben wir sie aber nicht nach Hause geschickt, sondern ihnen nur die Papiere mitgegeben.“ Ansonsten seien an einer Grundschule in der Nacht Protestschreiben am Zaun aufgehängt worden, auf denen „Keine Testung der Kinder“ gefordert worden sei.

An der Johanna-Tesch-Schule in Bockenheim gibt es dagegen Unterstützung für die Tests. Die große Mehrheit stehe dahinter und sei froh, dass die Schulen dadurch offen bleiben könnten, sagt Schulleiterin Anette Günther. An der IGS sind die 140 Schüler:innen der Klassen 5 und 6 am Montag alle negativ getestet worden. Auch an der IGS Süd in Sachsenhausen gab es bei den 200 Kindern keinen positiven Fall. Die stellvertretende Schulleiterin Silke Henningsen findet die Selbsttests richtig. Sie würde sich freuen, wenn es nun möglich wäre, dass auch die Schüler:innen der höheren Jahrgänge wieder in die Schule dürfen, die seit vor den Weihnachtsferien im Distanzunterricht sind.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare