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Smart-City-Forum in Frankfurt: Digitale Projekte 
nehmen jetzt Fahrt auf

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Von: Florian Leclerc

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Auf der Zeil soll es laut Umfrage beim Smart-City-Forum freies Wlan geben. Foto: Renate Hoyer
Auf der Zeil soll es laut Umfrage beim Smart-City-Forum freies Wlan geben. Foto: Renate Hoyer © Renate Hoyer

Bei der Digitalisierung soll die Verwaltung in Frankfurt Infos zu Mobilität und Umwelt anschaulich machen. Das geht aus dem zweiten Smart-City-Forum hervor. Eine Datenplattform geht demnächst an den Start.

In Frankfurt interessieren sich die Menschen bei den digitalen Angeboten der Stadt vor allem für Informationen zu Mobilität und Umwelt. Das ging aus einer Umfrage beim zweiten „Smart-City-Forum“ hervor, das am Mittwochabend in den Mainarcaden der Stadtwerke stattfand. Bevor die Menschen das Haus morgens verlassen, wollen sie demnach über das Wetter und den Verkehr informiert werden.

Durch die Digitalisierung der Stadtverwaltung erhoffen sich die meisten Effizienzgewinne und Kostenersparnis. Eine geplante Anlaufstelle für Digitalisierung innerhalb der Stadtverwaltung soll laut Umfrage den Austausch mit Fachleuten ermöglichen. In der Frankfurter Innenstadt wünscht sich die Mehrheit der Befragten ein freies Wlan und einen digitalen Bürgerservice.

Die „urbane Datenplattform“, welche die Stadt Frankfurt bei dem kommunalen Dienstleistungsunternehmen „ekom21“ in Auftrag gegeben hat, soll der Umfrage zufolge vor allem Daten zu Mobilität und Umwelt darstellen.

Längere Öffnungszeiten in Stadtbücherei per digitalem Zugang

„Die urbane Datenplattform wird in den nächsten Tagen kommen“, kündigte Ralf Sagroll, Leiter der Stabsstelle Digitalisierung in der Verwaltung, an. Die Online-Plattform soll Daten etwa zu Umwelt und Verkehr für Bürgerinnen und Bürger anschaulich machen. „So können wir den Ist-Zustand beschreiben und den Soll-Zustand vorhersagen“, sagte Sagroll. Darüber hinaus plant die Stadt, eine digitale Anzeige-Tafel mit Klima-Informationen in der Innenstadt aufzustellen.

Beim Land Hessen habe Frankfurt drei Förderanträge gestellt, führte Sagroll aus. Ein „Pavement Management“ soll den Zustand von Straßen erfassen. Andere Sensoren sollen die Bewässerung von Stadtbäumen steuern und die Füllstände von Mülltonnen messen. Ausleihen und Rückgaben von Büchern in der Stadtbücherei soll per digitalem Zugang auch möglich sein, wenn kein Personal da ist. Mit einer Rückmeldung zu den Anträgen rechnet Sagroll im Frühjahr.

Es war das zweite Smart-City-Forum in Frankfurt. Das erste wurde im Jahr 2019 veranstaltet. Das Forum, die Bürgerbeteiligung, die Datenplattform und die Projekte zu Straßenoberflächen-Management, Sensorik und Stadtbücherei sind alle Teil der städtischen Digitalisierungsstrategie. Diese wurde im Frühjahr 2021 von den Stadtverordneten beschlossen.

Mainova betreibt Funknetz für Bewässerung oder Umweltmonitoring

Dass die Projekte erst jetzt an Fahrt aufnehmen, erklärte die zuständige Dezernentin Eileen O’Sullivan (Volt) mit dem Aufbau von Personal. „Das Team Smart City in der Stabsstelle Digitalisierung hat sich erst in diesem Jahr zusammengefunden“, sagte sie. Unter der Leitung von Sagroll arbeiten hier sechs Personen. Bei einer „Smart City“ gehe es darum, die Lebensqualität der Menschen durch eine optimierte digitale Infrastruktur zu verbessern und unterrepräsentierten Gruppen Teilhabe zu ermöglichen, sagte O’Sullivan.

Wie Mainova-Vorständin Diana Rauhut ausführte, betreibe das Unternehmen seit 2019 ein Funknetz unter anderem für Bewässerung, Umweltmonitoring, Verkehrsflüsse, Parkraummanagement und Liegenschaften. Bei einem Projekt mit der Frankfurter Wohnungsgesellschaft ABG würden auch Störungen an Heizungen frühzeitig gemeldet. In Steinbach würden junge Bäume bei Bedarf gewässert; ein Sensor an der Wurzel melde, ob der Baum Wasser brauche. Kelsterbach erfasse die verschiedenen Verkehrsarten mit Kameras. Liederbach habe ein Frühwarnsystem für Starkregen. In Neu-Isenburg meldeten Sensoren dem Winterdienst, wo gestreut werden müsse - und wo nicht.

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