Multifunktionsarena

Skyliners überzeugen mit Plänen für Halle in Frankfurt

  • Georg Leppert
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Wird am Kaiserlei doch noch eine Arena für 13000 Menschen gebaut? Die Frankfurter Basketballer suchen die Nähe zur Eintracht.

Die Pläne des Basketball-Bundesligisten Frankfurt Skyliners, am Kaiserlei eine Multifunktionshalle in Eigenregie zu bauen, werden konkreter. Nach einem Gespräch zwischen Skyliners-Gesellschafter Gunnar Wöbke und Sportdezernent Markus Frank (CDU) bezeichnete Frank das Konzept als vielversprechend. Auch Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt könnte sich vorstellen, die Skyliners zu unterstützen.

Die Stadt Frankfurt hatte die Ausschreibung für eine Halle am Kaiserlei vor wenigen Wochen ergebnislos beendet, nachdem auch der letzte interessierte Investor kein Angebot vorgelegt hatte. Kurz darauf meldeten sich die Skyliners bei Markus Frank. Sie wollen eine Halle mit 13 000 Plätzen bauen. Einen Teil des dafür nötigen Geldes – die Rede ist von 150 Millionen Euro – könnten Unternehmer aus der Region geben.

Die von den Skyliners vorgelegten Pläne bewegten sich in einer ähnlichen Größenordnung wie die Vorgaben in der letztlich gescheiterten Ausschreibung, sagte Frank. Das heißt, der Basketball-Verein bekäme das Grundstück nicht geschenkt, sondern müsste eine Erbpacht zahlen, die dem Wert des Areals an der Grenze zwischen Frankfurt und Offenbach entspricht. Anschließend würde er die Halle selbst bauen und über die Einnahmen bei Veranstaltungen refinanzieren.

Gespräche in Koalition

Eintracht-Vorstand Axel Hellmann nannte das Konzept der Skyliners im Gespräch mit der FR „sehr überzeugend“. Er könne sich Synergieeffekte vorstellen, denn seit dieser Saison vermarktet die Eintracht das Stadion im Stadtwald in Eigenregie. Eine Beteiligung an den Baukosten der Halle sei aber nicht geplant, sagte Hellmann.

Am Dienstag will Frank den Plan der Skyliners in der Koalitionsrunde vorstellen. Gut möglich, dass er da auf Widerspruch trifft. Insbesondere die SPD lässt kaum eine Gelegenheit aus, Frank für das Scheitern der Ausschreibung verantwortlich zu machen. Zuletzt forderten die Sozialdemokraten, das Gelände als Standort für den Neubau der Europäischen Schule prüfen zu lassen. Insbesondere die Grünen lehnen diese Pläne aber ab.

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