Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Schutz

Singen nur mit Mundschutz

  • Judith Gratza
    vonJudith Gratza
    schließen

Frankfurter Kirchen legen Schutzkonzept für Open-Air-Gottesdienste an Heiligabend vor. Der angedachte ökumenische Gottesdienst im FSV-Stadion am Bornheimer Hang ist abgesagt.

Seit Sommer machen sich die Kirchen vielerorts Gedanken, wie sie die Geburt Jesu in der Pandemie begehen können. Auf ihren Internetseiten sammeln die Bistümer und evangelischen Kirchen derzeit Ideen, wie trotz Abstandsregeln festliche Stimmung erzeugt werden kann. Ein Blick ins vorläufige Programm zeigt, wie kreativ sie sind: Gottesdienste am Telefon, im Netz, zum Nachlesen im Briefkasten, unter Auflagen in der Kirche, auf Plätzen, Schulhöfen oder in Kita-Gärten, das Krippenspiel kommt im Videoformat.

In der Frankfurter Innenstadt soll erstmals wieder Weihnachten in der Paulskirche stattfinden – das hat es seit 1943 nicht mehr gegeben. Auch im Dom am Römer oder in der Katharinenkirche an der Hauptwache werden Gottesdienste gefeiert. Das große ökumenische Stadtgeläut ist online geplant (www.stadtgelaeut-weihnachtsgebet.de). Und die Bahnhofsmission will wieder ans Gleis des Frankfurter Hauptbahnhofs gehen, unklar ist noch wie.

„Vieles steht nicht fest, alles kann sich noch ändern, da wir überall verantwortungsvolle Hygienekonzepte sicherstellen wollen“, sagt Bettina Behler, zuständig für Pressearbeit im Evangelischen Regionalverband. Abgesagt wurde jetzt der ökumenische Gottesdienst im FSV-Stadion, „weil die Lage hinsichtlich der Corona-Pandemie nicht wirklich besser geworden ist“, erklärt der evangelische Stadtdekan Achim Knecht.

Open-Air-Gottesdienste auf Plätzen oder Bezirkssportanlagen sollen aber erlaubt sein – wenn die Kirchengemeinden sich an bestimmte Regeln halten. Ein sogenanntes Schutzkonzept liegt jetzt beiden großen Kirchen vor. Danach müssen die Gemeinden für jeden Gottesdienst Teilnehmerlisten mit Namen, Anschrift und Telefonnummer anlegen. Daher müssen sich alle, die eine Zeremonie besuchen wollen, ob drinnen oder draußen, in der Gemeinde anmelden: telefonisch, per E-Mail oder QR-Code in Schaukästen.

Das Open-Air-Gelände muss nicht eingezäunt werden, aber den Mindestabstand von anderthalb Metern gewährleisten. Je nach Größe des Areals bemisst sich daher die Zahl der Teilnehmer. Markierungen auf dem Boden durch Fähnchen, Verkehrshütchen oder Kreide sollen den Menschen einer Hausgemeinschaft zeigen, wo sie stehen dürfen. Ordner sollen darauf achten, dass der Abstand eingehalten wird und es nicht zu Menschenansammlungen kommt.

Während des Gottesdienstes besteht Mundschutzpflicht. Es dürfen keine Gegenstände ausgetauscht oder weitergereicht werden. Singen ist nur mit Mundschutz und mindestens drei Metern Abstand erlaubt. Generell soll aber auf Gemeindegesang verzichtet werden. Einzelne Sänger:innen oder „Kleinensembles“ müssen mindestens vier Meter Abstand voneinander und zu Besucherinnen und Besuchern halten. Liedzettel soll es keine geben. Die Hygieneregeln sollen per Beamer – sofern vorhanden – projiziert und per Mikro angekündigt werden.

Wer sich einen Platz auf einer Kirchenbank zu Heiligabend oder für die Feiertage sichern möchte, sollte schon jetzt bei seiner Gemeinde nachfragen, rät Anne Zegelmann von der Katholischen Stadtkirche Frankfurt. Die Anmeldungen laufen bereits. Zum zweiten Advent soll eine ökumenische Seite online gehen, die über das Weihnachtsprogramm informiert und per Link zu den Gemeinden und Gottesdiensten führt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare