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Balazs Vesszösi, Christina Göhre, Gündem Gözpinar und Miriam Rill (v.l.) verschönern mit Jugendlichen aus dem Stadtteil das Gebäude der Nassauischen Heimstätte in der Hugo-Kallenbach-Straße 22 in Sindlingen.
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Balazs Vesszösi, Christina Göhre, Gündem Gözpinar und Miriam Rill (v.l.) verschönern mit Jugendlichen aus dem Stadtteil das Gebäude der Nassauischen Heimstätte in der Hugo-Kallenbach-Straße 22 in Sindlingen.

Sindlingen

Graffiti-Kunst in Sindlingen: „Z wie Zusammenhalt“

In Sindlingen wollen Graffiti-Künstler und Kinder mit einem Wandbild ein Zeichen setzen. An einem Gebäude in der Hugo-Kallenbach-Straße zeigen sie, was für sie das Leben in Sindlingen ausmacht.

Mit nur wenigen Linien haben die Graffiti-Künstler Balazs Vesszösi und Gündem Gözpinar ein erstes Element eines von ihnen entworfenen Bildes mit blauer Farbe an die Hauswand in der Hugo-Kallenbach-Straße 22 gesprüht. Gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen aus dem Stadtteil schaffen sie ein großes Wandbild, das Ausdruck sein soll für Gemeinschaft, Zusammenhalt und Nachbarschaft in der Sindlinger Siedlung.

Bisher besteht der Entwurf nur auf dem PC, den Vesszösi und Gözpinar ausgedruckt zum Projektort mitgebracht haben. Passanten schauen dem kreativen Treiben zu – die Entstehung eines großformatigen Graffitis ist nicht alltäglich. Zumal es ganz legal mit Genehmigung der Unternehmensgruppe Nassauischen Heimstätte/Wohnstadt (NHW), die Eigentümerin des Gebäudes ist, gesprüht werden darf.

Bis zum 6. August soll das Werk vollendet sein. Es wird bis zum zweiten Stockwerk hinaufreichen. Das Wandgemälde wird sich aus verschiedenen Elementen zusammensetzen, die aus der Sicht der Bewohner:innen symbolisch für das stehen, was das Wohnen in der Siedlung und in Sindlingen ausmacht: Die Vielfalt der Menschen, die dort leben, das gemeinsame Fußballspielen oder die Kaninchen auf den Grünflächen der Siedlung.

Der Buchstabe „Z", der auf dem Wandbild von zwei Händen geformt dargestellt werden soll, steht für Zusammenhalt, die Ziffernfolge „931“ ist ein Verweis auf die Postleitzahl des Projektorts und des Stadtteils. Wichtig ist auch die 100, die auf das Jubiläum anspielt, das die NHW kommendes Jahr begeht und auf die Anfänge der 1920 gegründeten Hessischen Heimstätte verweist.

Das Graffiti-Projekt, das in Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendhaus Sindlingen/Abenteuerspielplatz und dem Caritas-Quartiersmanagement umgesetzt wird, ist daher eines von 100 Projekten, die auf den Flächen des gesamten Wohnbestandes der NHW-Unternehmensgruppe unter dem Motto „100 Jahre Machbarschaft“ umgesetzt werden sollen. Mit einer Idee, die zu diesem Motto passt, konnte man sich zuvor bei der NHW bewerben. Balazs Vesszösi und Gündem Gözpinar standen für ihren Entwurf verschiedene Vorschläge von Anwohnerinnen und Anwohnern aus dem Stadtteil als Grundlage zur Verfügung, die sie zu einem Gesamtbild zusammengesetzt haben.

Laut Miriam Rill, Quartiersmanagerin der Caritas für Sindlingen im Frankfurter Programm Aktive Nachbarschaft, wurde die Nachbarschaft per Brief über das Projekt informiert und aufgerufen, sich zu beteiligen.

Den Kontakt zu den beiden Graffiti-Künstlern stellte Christina Göhre her, Leiterin des Kinder- und Jugendhauses Sindlingen, dessen Träger die Kommunale Kinder-, Jugend- und Familienhilfe (KKJF) Frankfurt ist. Vesszösi und Gözpinar arbeiten seit Jahren für Kunstprojekte zusammen und sind auch im „Naxosatelier“ tätig, einem Projekt des Jugendladens Bornheim, dessen Träger ebenfalls die KKJF ist.

Für die Mädchen und Jungen, die regelmäßig Gast im Kinder- und Jugendhaus sind, ist die Gestaltung des Wandbildes Teil eines offenen Ferien-Angebotes.

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