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Kids sprühen Eintracht-Adler auf Brücke 5 in Sindlingen

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Von: Fabian Böker

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Das Graffiti-Team nach Vollendung ihrer Arbeit an der Brücke.
Das Graffiti-Team nach Vollendung ihrer Arbeit an der Brücke. © Infraserv

Infraserv initiiert ein Kunstprojekt am Industriepark in Frankfurt-Sindlingen mit Kindern und Jugendlichen. Deren Collage zeigt Bilder aus dem Stadtteil.

Sindlingen – Grau und trist – so war bisher die sogenannte Brücke 5 zu beschreiben, die als öffentliche Unterführung am Industriepark in Sindlingen dient. Doch diese Zeiten sind nun vorbei. Im Rahmen eines Graffiti-Projektes wurde der Beton der Brücke mit bunten Farben verschönert. Fortan ziert eine gesprühte Collage die Wände des öffentlichen Durchgangs.

Auf Initiative von Infraserv Höchst haben das Kinder- und Jugendhaus und das Quartiersmanagement Sindlingen die Graffiti-Aktion ins Leben gerufen. Junge Künstler und Künstlerinnen haben daraufhin die Gestaltung übernommen. „Die Unterführung war bisher eher trist – nun ist sie ein lebendiger Ausdruck von Kreativität und guter Nachbarschaft“, lobt Thomas Hertel vom Industriepark.

Eintracht-Adler auf Brücke in Frankfurt-Sindlingen: 15 Kinder und Jugendliche entwickeln Motiv

Rund 40 Leute waren an dem Projekt beteiligt, im Mai haben die Verschönerungsarbeiten begonnen. Zunächst hatten 15 Kinder und Jugendliche Motive bei einem Workshop entwickelt, ein weiterer fand später vor Ort statt. Aus den Vorschlägen gestalteten dann die Frankfurter Graffiti-Künstler Gündem Gözpinar und Balazs Vesszösi aus dem Naxos-Atelier Collagen.

Nach ersten Übungsstunden an den Sprühdosen brachten die Nachwuchskünstler und -künstlerinnen schließlich die vorgezeichneten Motive unter professioneller Begleitung an die Wand. Dort sind nun unter anderem Sindlinger Eis, ein unter den Jugendlichen im Stadtteil beliebter Burger, der Eintracht-Adler, der Industriepark selbst und die Sindlinger Postleitzahl zu sehen – Motive also aus der Lebenswelt der Kinder und Jugendliche, die sie gemalt haben. (Fabian Böker)

Eintracht-Streetart ist in Frankfurt weit verbreitet. Seit 2014 erinnert beispielsweise ein Wandbild an einer Häuserwand in Niederrad an Anthony Yeboah. Der Frankfurter Künstler Mathias Weinfurter ein Frankfurter Fanprojekt wollten damit ein Zeichen gegen Rassismus setzen. (Fabian Böker)

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