So schön sah das Feuerwerk vor der Frankfurter Skyline aus. Viele feierten friedlich, aber es gab auch viele Einsätze der Polizei und Feuerwehr. 
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So schön sah das Feuerwerk in der Vergangenheit vor der Frankfurter Skyline aus.

Jahreswechsel

Silvester in Frankfurt fast ohne Böller

  • Georg Leppert
    vonGeorg Leppert
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Die Stadt Frankfurt plant für Silvester ein Feuerwerksverbot auf öffentlichen Plätzen. Ganz verboten wird die Knallerei allerdings nicht.

Der Himmel ist voll von Leuchtraketen, überall in der Stadt explodieren Böller, Menschen mit Sekt und Wunderkerzen stehen zusammen und feiern – so wird es an Silvester in Frankfurt mit Sicherheit nicht zugehen. Die Stadtpolitik diskutiert jetzt sogar über ein allgemeines Feuerwerksverbot auf allen öffentlichen Straßen und Plätzen. Die Entscheidung darüber soll kommende Woche im Römer fallen.

„Ich kann verstehen, dass Menschen Lust aufs Feiern haben“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) am Donnerstag. Zur Wahrheit gehöre aber auch: „Bei ausgelassenen größeren, alkohollastigen Silvester-Feiern oder einem großen Feuerwerk mit vielen Menschen hätte Corona freie Bahn.“ Ziel müsse bleiben, „das Virus in Schach zu halten“, so der Oberbürgermeister.

Raketen nur vom Balkon

Auch im Frankfurter Ordnungsdezernat kann man sich derzeit ein Feuerwerk im öffentlichen Raum kaum vorstellen. Damit verbunden wären nach heutigem Stand Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnungen von Stadt und Land, sagte Andrea Brandl, Büroleiterin von Stadtrat Markus Frank (CDU), auf Anfrage der FR. So sei davon auszugehen, dass bei dieser Gelegenheit zu viele Menschen aus zu vielen Haushalten zusammenkämen und auch das Alkoholverbot missachtet würde. Die zum Jahreswechsel üblichen Umarmungen täten ihr Übriges, um das Virus zu verbreiten.

Dass an Silvester in Frankfurt keine einzige Rakete aufsteigt, ist indes auch nicht zu erwarten. Denn ein Feuerwerksverbot, wie es in den vergangenen Jahren schon in Teilen der Innenstadt bestand, könnte sich nur auf den öffentlichen Raum beziehen. Das Abschießen von Raketen von privaten Balkonen und Gärten aus ließe sich so nicht verhindern.

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