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Barrieren sollen Feiernde schützen.

Silvester in Frankfurt

Sicherheitszone für Frankfurt

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Die Polizei hat sich diesmal generalstabsmäßig auf den Menschenauflauf am Mainufer vorbereitet. Allerdings hat das auch einige Verbote zur Folge.

Für den letzten Tag des Jahres wird am Mainufer in der Innenstadt wieder mit großem Andrang gerechnet. Im Panorama zwischen Skyline, Brücken und Wasser sieht ein Feuerwerk besonders stimmungsvoll aus. Nach den Übergriffen vor einem Jahr und dem jüngsten Anschlag in Berlin hat sich die Frankfurter Polizei auf das Silvesterfest 2016 generalstabsmäßig vorbereitet. Mehr als 600 Polizisten werden in der Stadt im Einsatz sein und damit fast doppelt so viele wie im vergangenen Jahr.

Die ersten Auswirkungen der Vorbereitungen bekamen Autofahrer schon gestern zu spüren. Die Alte Brücke war bereits am Vormittag gesperrt. „Wegen der abstrakten Gefährdungslage in Deutschland“ hat die Polizei Betonsperren errichtet, um ein Drama wie auf dem Berliner Weihnachtsmarkt zu verhindern. Konkrete Erkenntnisse über eine gezielte Gefährdung für Frankfurt lägen aber nicht vor, betonte die Polizei. Für den Autoverkehr gesperrt sind die Untermainbrücke, die Alte Brücke und das südliche Mainufer zwischen dem Krankenhaus Sachsenhausen und der Untermainbrücke.

In diesem Bereich gibt es aber kein Feuerwerksverbot, anders als in der eigens eingerichteten Sicherheitszone rund um den Eisernen Steg.

Das nördliche Mainufer im Bereich der Altstadt und der Eiserne Steg werden ab etwa 21 Uhr nur noch mit Kontrollen passierbar sein. Etwa 60 Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes überprüfen, dass keine Rucksäcke mit einem Inhalt von mehr als drei Litern und keine großen Feuerwerkskörper der Klasse F2 mit auf das Gelände genommen werden. Da es vor Ort keine Verwahrstelle für Gepäckstücke gibt, rät die Polizei, größere Rucksäcke und Taschen gleich zu Hause zu lassen.

Der Sicherheitsbereich ist für etwa 30 000 Menschen ausgelegt. Es gibt vier Zugänge: am nördlichen Mainufer an der Alten Brücke, der Untermainbrücke und am Fahrtor, auf der Südseite am Eisernen Steg. In diesem Bereich werden Beamte in Uniform und Zivil unterwegs sein, um Taschendiebstähle und sexuelle Übergriffe zu verhindern. Dazu werden Flyer verteilt, die auf das richtige Verhalten im Notfall und mögliche Hilfe hinweisen. Die Sicherheitszone wird bis 3 Uhr aufrechterhalten, danach ist der Bereich für alle wieder ohne Kontrollen geöffnet.

Die Polizei wird in der Silvesternacht nicht nur am Mainufer präsent sein. Auch auf der Zeil und im Bahnhofsviertel sind mehr Beamte als gewöhnlich unterwegs. Die Zufahrten zur Zeil sollen mit Einsatzfahrzeugen für den Verkehr blockiert werden.

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