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Die Alte Brücke bleibt bis 2. Januar gesperrt für Autofahrer. 

Silvester

Frankfurt: Böllerverbot und Sicherheitszonen in der Stadt

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In der Silvesternacht sind viele Polizisten in Frankfurt auf den Straßen im Einsatz. Nicht überall darf in der Stadt geböllert werden.

Die Silvesternacht ist eine große Herausforderung“, sagt Erik Hessenmüller, Einsatzleiter der Besonderen Aufbauorganisation (BAO), die an der heutigen Silvesternacht in Frankfurt im Einsatz sein wird.

Hunderte von Polizisten werden in Uniform und in Zivil in der Stadt unterwegs sein. Auf der B-Ebene der Hauptwache wird die Innenstadtwache der Stadtpolizei geöffnet sein. Aber auch sonst seien alle Polizisten, die in der Nacht unterwegs seien, Ansprechpartner für die Bürger. Gleichzeitig planten sie, bei Strafttaten und Böllern auf Rettungskräften hart durchzugreifen. Eine temporäre Videoüberwachung ist an der Hauptwache, auf dem Römerberg und am nördlichen Brückenkopf des Eisernen Stegs eingerichtet. Auf der Fußgängerbrücke Eiserner Steg sowie auf den dazugehörigen Brückenköpfen ist ein Sicherheitsbereich angelegt.

Bauzäune und Betonsperren werden aufgestellt. Private Sicherheitsdienste führen die Einlasskontrollen am Sicherheitsbereich durch. Kontrollierter Einlass ist von 21 Uhr an bis ungefähr 3 Uhr. Autofahrer werden auf den Straßen auf ihren Alkoholkonsum getestet.

Die Stadt hat für den Eisernen Steg ein Mitführverbot für Taschen und Rucksäcke mit einem Fassungsvermögen von mehr als drei Litern und für Feuerwerk ab der Kategorie 2 erlassen. Dazu zählen Silvesterraketen, Böller oder Fontänen. So sollen die dicht gedrängten Menschen auf der Brücke vor Verletzungen geschützt werden.

Frankfurt: Böllern in der neuen Altstadt grundsätzlich erlaubt

Wo darf sonst auch nicht geböllert werden? Sicherheitsdezernent Markus Frank (CDU) sagt: „Das Sprengstoffgesetz verbietet das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie besonders brandempfindlichen Gebäuden oder Anlagen.“

Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern in der neuen Altstadt sei hingegen nicht verboten, da dies Neubauten seien, die über Dachkonstruktionen verfügen, die den brandschutztechnischen Eigenschaften anderer Gebäude gleichwertig seien. Dennoch ruft Frank zur Zurückhaltung auf: „Es wäre sehr schmerzlich, wenn wir in unserem so wundervollen Herzstück unserer Stadt Brandunfälle zu verzeichnen hätten.“

Er betont: „Leider entstehen trotz aller gut gemeinten und präventiven Sicherheitshinweise jedes Jahr viele Wohnungsbrände und schlimme Verletzungen durch unsachgemäße und leichtsinnige Verhaltensweisen mit Böllern.“ Er appelliert an die Vernunft der Bürger. Feuerwerkskörper sollte man nur mit dem BAM-Prüfsiegel kaufen. „Illegale Importe aus dem Ausland können zu früh zünden oder eine zu große Sprengkraft haben“, so Frank.

Frankfurt: Waffenverbotszone und Nahverkehr an Silvester

Die Bundespolizeirichtet Waffenverbotszonen in einigen Bahnhöfen und Streckenabschnitten ein. Die Zonen gelten für den Frankfurter Hauptbahnhof, die S-Bahn-Haltestellen Konstablerwache, Hauptwache, den Bahnhof Frankfurt-Höchst.

Bereits von 12 Uhram Silvestertag bis um 9 Uhr am Neujahrsmorgen dürfen in diesen Zonen weder Schuss- und Schreckschusswaffen noch Hieb-, Stoß- und Stichwaffen sowie Messer mitgeführt werden. Es gibt Kontrollen. Hier darf auch nicht geböllert werden.

Abgesperrt

werden Untermainkai und Mainkai (auf der Nordseite) sowie das Museumsufer (Südseite). Für den Autoverkehr bleiben Flößerbrücke und Friedensbrücke befahrbar. Die restlichen Brücken sind ebenfalls bis 2. Januar gesperrt.

Die S-Bahn-Linien

S1 bis S8 verkehren in der Neujahrsnacht mindestens stündlich. Die U-Bahn-Linien U1, U4, U5, U7 und U8 sowie die Straßenbahnlinien 11, 12, 16 und 18 verbinden die Innenstadt halbstündlich mit den Stadtteilen. Die U2 und U3 bieten nach Betriebsschluss weitere Fahrten nach Bad Homburg sowie ab Heddernheim nach Oberursel-Hohemark.

Um in der Silvesternacht

von Hibbdebach nach Dribbdebach zu kommen, empfiehlt der RMV die U- und S-Bahnen zu nutzen, die den Main störungsfrei unterqueren können.

Die Straßenbahnlinie 18

verkehrt nur zwischen Gravensteiner Platz und Zoo sowie zwischen Louisa Bahnhof und Südbahnhof. Die Buslinie 30 fährt an Silvester nur bis zur Friedberger Warte und wird um 23.30 Uhr eingestellt.

Die Linie 36

fährt nur zwischen Westbahnhof und Konstablerwache sowie zwischen Hainer Weg und Südbahnhof.

Die Buslinie 45

verkehrt ab 18 Uhr nicht zwischen Deutschherrnbrücke und Südbahnhof. Um 23 Uhr stellt sie den Betrieb ein. Die Linien 48 und 64 stellen ihren Betrieb an Silvester um 23 Uhr ein. 

Alle Infos auf: http://www.rmv-frankfurt.de

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