+
Beim Silvesterfeuerwerk - wie hier in München - steigen die Feinstaubwerte sehr stark an.

Silvester-Feuerwerk

Böller lassen Feinstaub-Werte stark ansteigen

  • schließen

Feuerwerk gehört zur Silvesternacht. Doch die Böllerei ist nicht ohne: Der Jahreswechsel bringt eine enorm hohe Feinstaubbelastung.

Den Zusammenhang zwischen der Explosion von Feuerwerkskörpern und der Feinstaub-Konzentration in der Luft belegen etwa die Daten der Messstation an der Friedberger Landstraße. Dort wurden vor Silvester 13 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen. Am Silvestertag kletterte der Wert bereits vor Mitternacht auf 22 Mikrogramm – wohl wegen der vielen Knaller, die bereits vor dem Jahreswechsel gezündet wurden, sagte Matthias Muncke vom städtischen Umweltamt am Mittwoch auf Anfrage.

Am Neujahrstag wurden dann 74,5 Mikrogramm gemessen. Dieser Wert sei noch „ganz schön hoch“, meinte Muncke und das, obwohl ein Großteil des Feinstaubs zwei Stunden nach Mitternacht bereits „verblasen“ sei. Von dieser intensiven Kurzzeitbelastung abgesehen sei die Feinstaubbelastung in Frankfurt, die einst zur Einführung der Umweltzone geführt hatte, aber kein großes Problem mehr – anders als die Belastung durch Stickoxide, die die aktuelle Diskussion um Fahrverbote für Dieselfahrzeuge ausgelöst hat.

Der Feinstaub-Grenzwert von 35 sogenannten Überschreitungstagen im Jahr werde eingehalten. Wie es um den sogenannten Ultrafeinstaub bestellt sei, werde noch erforscht. Er gehe davon aus, dass es noch Jahre dauern wird, bis es für diesen Schadstoff einen Grenzwert geben könnte, sagte Muncke.

Das Umweltbundesamt hatte vor Silvester  darauf hingewiesen, dass in Deutschland zum Jahreswechsel rund 4500 Tonnen Feinstaub freigesetzt werden. Diese Menge entspricht circa 15,5 Prozent des jährlich im Straßenverkehr abgegebenen Feinstaubs, der vor allem die Atemwege schädigen kann. 

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare