+
Meterhohe Flammen in der Falkstraße.

Frankfurt

Sieben Autos bei Brandstiftung in Frankfurt ausgebrannt

  • schließen

Nach dem nächtlichen Großeinsatz der Feuerwehr in Bockenheim ermittelt die Krimininalpolizei.

Meterhohe Flammen steigen auf, es stinkt, Autos brennen. In der Nacht von Montag auf Dienstag hat ein Feuer in der Falkstraße in Bockenheim gewütet. Insgesamt sieben Personenwagen brannten lichterloh und sind vollständig zerstört, zwei weitere schwer beschädigt worden.

„Gegen 3.15 Uhr wurde ich von lauten, dumpfen Schlägen geweckt, die sich anhörten, als würden Granaten irgendwo einschlagen oder als wären es kleine Explosionen“, erzählt ein Anwohner am Dienstag. „Die Schläge haben mich aufgeweckt und ich öffnete das Fenster: Viele, meterhohe Flammen waren am Aufsteigen.“ Wenige Augenblicke danach wurde bereits die Feuerwehr alarmiert.

„Ein Auto brennt“, rief jemand, der hektisch über den Bürgersteig lief. Zuerst war laut Pressemitteilung der Feuerwehr von einem brennenden Wagen die Rede. Doch während die ersten Einsatzfahrzeuge noch auf dem Weg in die Falkstraße waren, erhöhte die Leitstelle aufgrund der vielen Notrufe und des daraus entstehenden Meldebilds die Anzahl der Einsatzkräfte: Insgesamt waren in der Nacht inklusive Rettungsdienst 13 Fahrzeuge der Feuerwehr und 42 Einsatzkräfte im Einsatz.

Als die ersten Feuerwehreinheiten am Brandort eingetroffen seien, hätten bereits sieben Wagen lichterloh gebrannt, so die Feuerwehr. Der Brand wurde mit drei Strahlrohren und einem Schaumrohr gelöscht. Insgesamt mussten neun Feuerwehreinsatzkräfte mit Atemschutzgeräten die Brände bekämpfen. Laut einem Anwohner waren Flugscheinwerfer aufgebaut worden, um wegen des dichten, stickigen Qualms einen besseren Blick auf das Feuer haben zu können.

Spuren des Brandes am Tag danach. 

Nach Abschluss der Löscharbeiten wurden die angrenzenden Häuser und Personenwagen auf Brandschäden hin kontrolliert: Zwei in der näheren Umgebung abgestellte Fahrzeuge und mehrere Rollläden der angrenzenden Gebäude wurden durch die Wärmestrahlung beschädigt. Darüber hinaus sind abgestellte Fahrräder in der Nähe der Brandstelle stark geschmolzen und unbenutzbar geworden.

Zwei Anwohner klagten über Beschwerden aufgrund der Rauchgase. Sie kamen zur medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus. Ein weiterer Anwohner beschwerte sich, dass das Ganze „einen beißenden Gestank“ hinterlassen habe.

Das Ausmaß des Feuers war auch am nächsten Morgen noch zu spüren: Es roch leicht nach Ruß, der Asphalt war an den betroffenen Stellen stark verschmort. Lediglich die brennenden Autos waren bereits in der Nacht abgeschleppt worden. Ein wenig Restschaum von der Feuerwehr war noch an dem Seitenstreifen zu sehen. Ein an einer Laterne angekettetes Fahrrad war halb geschmolzen. Eines von den zweien, die aufgrund des Brands nicht mehr zu gebrauchen sind.

Wegen der Rauchentwicklung ist der linke Kotflügel eines parkenden Wagens stark geschmolzen. Für die weitere Aufklärung des Vorfalls hat die Kriminalpolizei in den Briefkästen der Anwohner eine Nachricht hinterlassen, in der sie diese um Mithilfe bittet.

Die genaue Brandursache ist derzeit noch unklar, doch laut einer Pressemitteilung geht die Kriminalpolizei von „offensichtlicher Brandstiftung“ aus, eventuell sei sogar ein Brandbeschleuniger benutzt worden. Um kurz nach sechs Uhr morgens, nach fast drei Stunden, war der Großeinsatz der Feuerwehr beendet. Zur genauen Schadenshöhe konnten noch keine Angaben gemacht werden

Die Kriminalpolizei sucht Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Wahrnehmungen hatten, die im Zusammenhang mit dem Brandgeschehen stehen könnten. Hinweise nimmt das Kommissariat 15 unter der Rufnummer 069/755 515 99 entgegen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare