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Eckenheim

Sie weiß genau, was sie nicht will

Laetitia ten Thije ist Quartiersmanagerin in Eckenheim - und lernt den Stadtteil erst einmal kennen.

Seit dem 1. November ist Laetitia ten Thije Quartiersmanagerin in Eckenheim. Noch weiß sie nicht genau, was sie alles anstoßen will im Stadtteil. Aber was sie nicht will, dass weiß die gebürtige Niederländerin ganz sicher. „Ich werde jetzt hier nicht von außen reinkommen und den Menschen erklären, was sie zu tun haben oder was hier passieren soll.“ Das wäre für die 55-Jährige genau der falsche Ansatz. Denn sie weiß: Sie ist die Neue hier.

Dass es überhaupt eine Stelle als Quartiersmanagerin gibt in Eckenheim, ist dem beharrlichen Kampf von Akteuren und Akteurinnen vor Ort zu verdanken. Leuten wie Kira Schuler. Die Kinderbeauftragte des Stadtteils hat sich – unter anderem mit dem Stadtteilarbeitskreis – seit Jahren dafür stark gemacht. Umso glücklicher ist sie, nun Erfolg gehabt zu haben. Ihr erster Eindruck von Laetitia ten Thije ist durchweg positiv. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit.“

So scheint es auch anderen Menschen in Eckenheim zu gehen, denn ten Thijes erste Eindrücke sind ebenfalls durchweg positiv. „Ich bin ja noch dabei, mich vorzustellen, meine Arbeit zu erklären und alles kennenzulernen.“ Aber man begrüße sie überall mit offenen Armen, sie fühlt sich sehr willkommen. Sei es beim Stadtteilarbeitskreis, beim Ortsbeirat, bei Vereinen oder beim lebendigen Adventskalender, zu dem sie an ihrem vorübergehenden Quartier in der Eckenheimer Landstraße 326 ein Fenster beigetragen hat. „Das war eine schöne Veranstaltung, ich kam direkt ins Gespräch mit den Menschen“, erinnert sie sich an den Termin im Innenhof der Herz-Jesu-Gemeinde, zu dem etwa 20 bis 25 Personen kamen.

Die Kennenlern-Phase soll mit einer großen Umfrage im Stadtteil enden. Dabei will die Diplom-Sozialpädagogin erfahren, was die Menschen umtreibt, welche Ideen diese haben, was sich verbessern lässt, was fehlt, was gut läuft. Die Ergebnisse werden dann öffentlich präsentiert, mit ihnen im Gepäck wird sich ten Thije dann die Arbeit machen und sie mit ihren eigenen Ideen abgleichen. Denn solche hat sie natürlich, sie ist nicht unvorbereitet in ihre neue Aufgabe gestartet. „Ich denke zum Beispiel an Straßenfeste, an feste Treffpunkte. Aber ich will vor allem die Bedarfe und Ressourcen hier vor Ort entdecken.“

Dieser Prozess, da ist sie sicher, wird dauern. Aber in einem Stadtteil wie Eckenheim, der laut ten Thijes ersten Beobachtungen „lebendig und spannend“ sei, freue sie sich darauf. Zumal eines ihrer Prinzipe lautet, nicht nur für einzelne Zielgruppen da zu sein. Sie will Impulsgeberin und Schnittstelle zu anderen Akteuren, auch zur Stadtverwaltung, sein, und damit all die anderen Akteure, die bisher ehrenamtlich die Arbeit leisten, entlasten.

Genau das war einer der Aspekte, wegen denen Kira Schuler sich so eingesetzt hat für das Quartiersmanagement; 2017 wurde es erstmals gefordert. „Wir brauchen einfach Unterstützung bei konkreten Projekten“, sagt Schuler. Von ten Thije wird sie die bekommen.

Ganz unbekannt ist ihr Eckenheim nicht, schon während ihres zweiten Studiums der Kunstpädagogik in Frankfurt hat sie dort ein Kind betreut; auch eine gute Freundin von ihr wohnt ihr. Zudem ist sie im Frankfurter Norden zuletzt fünf Jahre beruflich aktiv gewesen, bei einem Bildungsprojekt am Alten Flugplatz Bonames.

Nun hat sie sich erst einmal in ihrem Büro eingerichtet, wo sie in der Zukunft auch regelmäßige Sprechstunden anbieten wird. (Fabian Boker)

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