Die Schlossterrasse in Höchst steht wieder für Veranstaltungen zur Verfügung.

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Frankfurt - Höchst: Sicherheitskonzept für das Alte Schloss steht

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Für Feste gelten neue Sicherheitsbestimmungen. Daher musste ein neues Konzept entwickelt werden. 

Das Sicherheitskonzept für das Alte Schloss steht. Die Stadt Frankfurt und die Schloss-Eigentümerin, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, haben ihre Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen, das meldet die Stiftung. Lange ist besonders die Schlossterrasse beliebter Veranstaltungsort gewesen, etwa für das Kurzfilmfestival Shorts at Moonlight oder die Sommernacht des Neuen Theaters.

Mit den neuen Sicherheitsbestimmungen für Feste, musste aber ein anderes Konzept her. 2018 ist das nicht zu stemmen gewesen, die Veranstaltungen auf der Terrasse fielen aus oder zogen um. Nun wird die Stiftung Checklisten und Pläne an Veranstalter ausgeben. Darin die notwendigen Auflagen des detaillierten Konzeptes etwa zu den Fluchtwegen, Notausgängen, Ordner-Posten, Flächen für fliegende Bauten und Bestuhlung sowie Sicherheitsbeleuchtung.

Ziel der Stiftung sei es, die Flächen auch weiterhin nicht kommerziell zu vermieten, sondern nur für Verwaltungsaufwand, Verbrauchskosten und für die Beseitigung von Schäden eine Pauschale zu erheben. „Wir wollen, dass das Schlossgelände von den Höchstern weiterhin gerne und regelmäßig genutzt wird“, sagt Steffen Skudelny vom Stiftungsvorstand.

Das Neue Theater wird seine „Sommernacht“ in diesem Jahr noch nicht auf die Terrasse zurück holen

Was das für das Schlosscafé in der alten Remise und den Schlosskeller bedeutet, ist offen. Beides, Café und die unterirdische Party- und Konzert-Location im Keller, betreibt Pächter Holger Häusser noch bis Ende April. Zu seiner Zukunft kann er nichts sagen. „Es laufen Gespräche, ein Ergebnis gibt es noch nicht“, sagt Häusser.

Das Neue Theater wird seine „Sommernacht“ in diesem Jahr noch nicht auf die Terrasse zurück holen. Die Verträge sind bereits im Herbst abgeschlossen worden. Bei den „Shorts at Moonlight“ sieht es anders aus. Veranstalterin Gudrun Winter und ihr Team haben von Anfang an zweigleisig geplant. Entweder Schlossterrasse oder Bolongarogarten. „Wir gehen gerne auf die Terrasse“, sagt Winter. Allerdings plant sie derzeit weiter zweigleisig, „bis ich den Vertrag in der Hand halte“.

Auch der Vereinsring will den Schlosshof wieder nutzen, „wenn es das Budget hergibt“, sagt Vorsitzender Claus Cromm. Das Altstadtfest der Vereine und der Weihnachtsmarkt haben sich früher bis auf den Schlosshof erstreckt. Sie sollen wieder dort zu finden sein, allerdings muss der Vereinsring bei der Stadt um finanziellen Zuschuss bitten. Mit den neuen Sicherheitsauflagen, braucht es zum Beispiel mehr Personal, um den zweiten Fluchtweg zu überwachen.

„Wir können die zusätzlichen Kosten nicht einfach auf die Vereine umlegen“, sagt Cromm. Daher hoffe er auf die Stadt, wobei das Schloss Privatgelände sei und er nicht sicher, ob die Stadt dann etwas zuschießen könne. Dennoch: „Ich bin zuversichtlich, dass wir eine gute Lösung finden“, sagt Cromm.

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