Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Radfahrer zwischen ein- und ausparkenden Autos, dazu querende Fußgänger: Der Oeder Weg ist stark frequentiert.
+
Radfahrer zwischen ein- und ausparkenden Autos, dazu querende Fußgänger: Der Oeder Weg ist stark frequentiert.

Verkehr in Frankfurt

Sicherheit am Oeder Weg

  • Miriam Keilbach
    VonMiriam Keilbach
    schließen

Nach dem jüngsten Unfall im Oeder Weg in Frankfurt diskutiert der Ortsbeirat über Blitzer, Bodenwellen und eine mögliche Rechts-vor-Links-Regelung.

Die Initiative „Sicher in die Schule“ plädiert für mehr Verkehrssicherheit auf dem Oeder Weg. Vor allem der jüngste Unfall, als vor rund zwei Wochen ein 26-jähriger Radfahrer von einem Auto erfasst und schwer verletzt wurde, zeige, dass es Bedarf gebe, so die Kinderbeauftragte des Stadtteils, Ulrike Grzimek. Der Bereich zwischen Glauburg- und Querstraße müsse nachgebessert werden.

„Wir können beobachten, dass sich durch die Bauarbeiten auf der Eckenheimer Landstraße ein Teil des Verkehrs in den Oeder Weg verlagert hat – und nach Ende der Baustelle auch nicht wieder verschwindet“, sagt sie. Nicht nur für Schulkinder sei der Weg daher zu gefährlich geworden. „Es ist jetzt eine Durchgangsstraße mit Autos, die über Radwege Ein- und Ausparken, und Autofahrern, die Zebrastreifen missachten“, sagt Lorenz Gempper aus der Initiative.

Problem sei, dass es nach der Ampel an der Ecke zur Glauburgstraße bis zur Querstraße keine Lichtanlage mehr gebe – abgesehen von der nach Bedarf geschalteten Fußgängerampel am Adlerflychtplatz. Da der Oeder Weg Richtung Stadtmitte abfällig ist, seien Autos wie Radler sehr schnell unterwegs.

Die Initiative hat deshalb mit dem Ortsbeirat in der vergangenen Woche mögliche Lösungen diskutiert. Grzimek wirbt für mobile Blitzanlagen: Da es sich um ortskundige Autofahrer handele, könne so nachhaltig ein Effekt erzielt werden. Sie verglich die Situation mit der Hansaallee: Dort wurde durch einen mobilen Blitzer das Tempo gedrosselt.

Schnelle Autos, schnelle Radler

Die CDU-Fraktion hingegen spekuliert über eine Rechts-vor-Links-Regelung. „Das gilt dann auch für Fahrradfahrer“, sagt die Fraktionsvorsitzende Claudia Ehrhardt. Dennoch hält sie es für wichtig, die Geschwindigkeit dort zu eruieren. „Das verdeutlicht die Dringlichkeit.“ Auch BFF-Mann Hans-Georg Oeter wünscht sich eine Rechts-vor-Links-Regelung. Er sei vor drei Monaten am Oeder Weg angefahren worden, „der Autofahrer war von der Sonne geblendet“, sagte er. Der Oeder Weg müsse wieder ruhiger werden.

Die FDP brachte als schnelle Lösung eine Bodenwelle ins Gespräch. Die SPD reagierte darauf mit harscher Kritik: „Da fährt auch der Bus 36, der kann doch nicht über so ’ne Welle, ihr seid doch benebelt“, sagte Fraktionschef Rüdiger Koch. Von Recht-vor-Links ist man in der Fraktion aber auch nicht überzeugt: „Das macht die Situation noch gefährlicher“, so Marlies von der Malsburg, die angab, mit ihren Kindern den Oeder Weg inzwischen zu meiden.

„Der Oeder Weg ist eine Hauptachse für Radfahrer in Frankfurt“, mahnte ADFC-Mann Bertram Giebeler an. „Rechts-vor-Links bremst auch Radler aus, über eine Bodenwelle können vorsichtig alle drüber fahren, auch der Bus.“ Die Fraktionen wollen sich nun zunächst einmal beraten und bei einem Termin vor Ort über mögliche Lösungen diskutieren. Erst danach wollen die Lokalpolitiker Anträge in den Ortsbeirat einbringen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare