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Ungemütlich radeln auf der Darmstädter Landstraße in Richtung Mörfelder Landstraße.
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Ungemütlich radeln auf der Darmstädter Landstraße in Richtung Mörfelder Landstraße.

Mobilität

Serie zu Radwegen in Frankfurt: Radverkehrsführung verbessern

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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In der Rad-Serie der FR zu Frankfurter Problemstellen antwortet die Verwaltung den Leserinnen und Lesern.

Die Frankfurter Rundschau hat ihre Leserinnen und Leser gebeten, Problemstellen im Frankfurter Radnetz zu benennen. Die Resonanz war riesig. An dieser Stelle veröffentlichen wir eine Auswahl der Fragen sowie die Antworten der Verwaltung. Die Serie wird fortgesetzt.

Bergen: Andreas Christopher vermisst einen Rad- und Fußweg entlang der Bundesstraße 521 nach Bad-Vilbel-Heilsberg. Wäre es möglich, hier einen Radweg zu planen?

Die B521 ist eine Bundesstraße außerhalb der Ortsdurchfahrt. Die Straßenbaulast und Planungsverantwortung liegen daher beim Land Hessen und nicht bei der Stadt Frankfurt am Main.

Bockenheim: Harald Gerding sieht unter anderem ein Problem beim Radweg entlang der Franz-Rücker-Allee in Richtung Ginnheim. Hinter der Ampel an der Frauenlobstraße gebe es einen etwa 20 Meter langen Abschnitt mit Wegeführung nach rechts, links und wieder rechts. Könnte nicht ein roter Radweg auf der Straße verlaufen?

Die Planung einer verbesserten Radverkehrsführung befindet sich gerade in der Endabstimmung. Demnach wird zwischen Sophienstraße und Markus-Krankenhaus – unter teilweisem Wegfall eines Fahrstreifens – eine neue Radverkehrsführung markiert.

Gallus: Jonas Lohse kritisiert die Situation auf der Hohenstaufenstraße, wo sich Radwege in den Türzonen der Autos befänden, während Autos zwei Spuren Platz hätten. Soll das so bleiben?

Langfristig muss die Funktion der Hohenstaufenstraße neu bewertet werden. In diesem Zusammenhang wird auch die Verteilung des Straßenraums auf die Verkehrsarten neu bewertet werden. Im Frühjahr 2022 wird zunächst eine Radwegquerung über die Friedrich-Ebert-Allee von der Rheinstraße in die Hohenstaufenstraße eingerichtet.

Dornbusch: Patricia Immler fragt – als eine von mehreren Menschen -, wann die Eschersheimer Landstraße zwischen Miquelallee und Hügelstraße einen Radweg bekomme. Derzeit würden Radfahrerinnen und Radfahrer rechts von der Türzone und links von überholenden Autos gefährdet. Soll sich das ändern?

Die Weiterführung von Angeboten für den Radverkehr von der Hügelstraße weiter stadteinwärts bedarf einer politischen Entscheidung der neuen Koalition. Grundsätzlich sollte immer ausreichend Abstand zu parkenden Autos eingehalten werden. Bei zwei Fahrstreifen ist somit ein Überholen durch Kfz unter Beachtung des Überholabstands von mindestens 1,50 Meter nur durch Wechsel der Kfz auf den linken Fahrstreifen möglich. Wer mit dem Rad zu weit rechts fährt, lädt zu gefährlichen Überholmanövern innerhalb des rechten Fahrstreifens ein.

Innenstadt: Andrea Szapiro teilt mit, dass Radfahrerinnen und Radfahrer auf der Rechneigrabenstraße nach Osten an einer Parkzone für Autos vorbei müssten, wo sich Türen unvermittelt öffnen könnten. Könnte hier eine Türzone wie in der Schloßstraße in Bockenheim markiert werden?

In dieser Tempo-30-Zone findet Radverkehr im Mischverkehr statt und jeder ist selbst für die Einhaltung des Sicherheitsabstandes zu parkenden Fahrzeugen verantwortlich. Eine Längsmarkierung ist zudem in diesen Zonen nicht erlaubt.

Nordend: Werner Fleischer weist auf eine Gefahrenstelle an der Ecke Friedberger Landstraße und Rat-Beil-Straße stadteinwärts hin. Die rechts abbiegenden Fahrzeuge und die geradeausfahrenden Radfahrer hätten gleichzeitig Grün. Soll die Ampelschaltung so bleiben?

Aufgrund der Straßenbahn-Priorisierung, aber auch der sonstigen Verkehre ist eine getrennte Schaltung nicht so einfach umsetzbar. Wir werden die Stelle jedoch weiter beobachten und Verbesserungen prüfen.

Ostend: Gerrit Kentner weist unter anderem auf eine problematische Kreuzung hin. An der Ecke Grusonstraße, Hanauer Landstraße und Sonnemannstraße sei die Ampel über die Hanauer Landstraße für den Fuß- und Radverkehr so ungünstig geschaltet, dass man es kaum in einem Rutsch über die Straße schaffe. Die Verkehrsinsel zwischen Straßenbahngleisen und Fahrbahn sei zu eng für die Menschen, die dort im Berufsverkehr warteten. Was ist hier geplant?

Ein Umbau ist hier nicht geplant. Unter anderem aufgrund der Priorisierung der Straßenbahn kann es leider, gerade im Berufsverkehr, zu Wartezeiten auf den Inseln kommen. Gerade bei großen, komplexen Ampelkreuzungen ist dies mit Rücksicht auf die Leistungsfähigkeit aller Verkehrsformen und Verkehrsbeziehungen nicht immer zu vermeiden.

Riedberg: Rudolf Weber teilt mit, dass die Radwege auf der Altenhöferallee regelmäßig mit parkenden Autos blockiert würden. Die Fahrer und Fahrerinnen kauften in der Riedbergpassage oder in der Apotheke ein. Hat die Verkehrspolizei diese Stelle im Blick?

Hat sie – aufgrund der meist kurzen Verweildauer der Falschparker sind diese vorsätzlichen Verstöße jedoch leider nicht zuverlässig zu verhindern.

Sachsenhausen: Detlef Binz bemängelt die Situation auf der Mörfelder Landstraße zwischen Siemensstraße und Oppenheimer Landstraße. Dort endeten die Radwege. Lastwagen und Autos drängten die Radfahrerinnen und Radfahrer an den Straßenrand oder in den Stau. Soll sich das ändern?

Diese Maßnahme ist zwar Teil des Verhandlungsergebnisses mit dem Radentscheid, allerdings ist aufgrund der Komplexität der Maßnahme und des vorhandenen Straßenquerschnitts derzeit keine bedarfsgerechte Lösung in Sicht – zumindest nicht auf der ganzen Strecke.

Zusammengestellt von Florian Leclerc

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