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Das ist ein Geh- und Radweg, auch wenn es auf der Königsteiner Straße nicht so aussieht.
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Das ist ein Geh- und Radweg, auch wenn es auf der Königsteiner Straße nicht so aussieht.

Mobilität

Serie zu Radwegen in Frankfurt: Nicht überall ist etwas geplant

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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In der Rad-Serie der FR zu Frankfurter Problemstellen antwortet die Verwaltung den Leserinnen und Lesern.

Die Frankfurter Rundschau hat ihre Leserinnen und Leser gebeten, Problemstellen im Frankfurter Radnetz zu benennen. Die Resonanz war riesig. An dieser Stelle veröffentlichen wir eine Auswahl der Fragen sowie die Antworten der Verwaltung. Dies ist der letzte Teil der Serie.

Bockenheim/Gallus: Carola Schmieg kritisiert, dass die Idsteiner Straße keinen Radweg habe, auf der Emser Brücke nur eine gestrichelte Linie existiere, zum Ende der Emser Brücke hin – der Abzweig von der Theodor-Heuss-Allee – von rechts im spitzen Winkel eine Straße hinzukomme, wo Autos „Vorfahrt gewähren“ ignorierten, und es an der Kreuzung Emser Brücke/Hamburger Allee und Nauheimer Straße keinen Fahrradbereich gebe. Was ist hier geplant?

Die Idsteiner Straße ist eine Tempo-30-Zone, in der im Mischverkehr auf der Fahrbahn gefahren wird. Radverkehrsanlagen dürfen in Tempo-30-Zonen nicht angelegt werden. Auf der Emser Brücke ist aufgrund der durch das Bauwerk vorgegebenen Breiten nicht genug Platz, ein breiteres Angebot für den Radverkehr einzurichten. Theodor-Heuss-Allee/Abzweig: Diese bauliche Situation lässt sich nicht verändern und Probleme durch Vorfahrtsverstöße entstehen leider für alle Verkehrsarten. Emser Brücke/Hamburger Allee/Nauheimer Straße: der Bereich Hamburger Allee/Nauheimer Straße/Robert-Mayer-Straße wird derzeit überplant, um die Wegebeziehungen für den Radverkehr zu verbessern, unter anderem die Ost-West-Verbindung Alte Oper/Bahnhof West.

Bornheim: Wann werde die Berger Straße für Radfahrerinnen und Radfahrer sicher in beide Richtungen befahrbar, möchte unter anderem Karin Leibinger wissen? Derzeit gebe es viele Konflikte mit Autos.

Hier gilt Tempo 30 und aufgrund der vorhandenen Straßenbreiten ist es ausgeschlossen, bauliche Verbesserungen herbeiführen zu können. Konflikte entstehen hier in der Regel durch eindeutiges Fehlverhalten.

Europaviertel: Uta Hoeft sieht Problemstellen zwischen Römischem Ring im Europaviertel und Rödelheim. Auf der Ursinusstraße gebe es keine Radwege. Gleichzeitig seien Autos zwischen Am Römerhof und Ursinustrasse Richtung Autobahn gerne mal zu schnell. Radwege fehlten auch auf der Max-Pruss-Straße. Soll sich daran etwas ändern?

Derzeit ist auf dem Rebstockgelände nichts geplant. Alternativen sind derzeit nur die Ludwig-Landmann- Straße und Rödelheimer Landstraße.

Gallus: Hermann Jansohn sieht eine Gefahrenstelle auf der Schmidtstraße. Dort parkten auf dem Radweg, zwischen den Hausnummer 1 bis 21 oft Autos. Im weiteren Verlauf teilten sich Rad- und Fußverkehr den Gehweg, der wegen falsch parkender Autos oft zu eng für den Fuß- und Radverkehr sei. Ist hier eine Lösung in Sicht?

Derzeit ist nichts geplant. Angesichts des gegebenen baulichen Straßenquerschnitts ist leider auch keine kurzfristige, bedarfsgerechte Lösung möglich.

Dornbusch: Elke Spichalski teilt mit, dass häufig Autos auf dem Radweg am Dornbusch von der Ecke Henry-Budge-Straße über die Eschersheimer Landstraße bis zum Marbachweg Hausnummer 361 stünden. Nochmals enger würde es nach der Überquerung der Eschersheimer Landstraße im Marbachweg bis zur Hausnummer 365. Lässt sich da etwas machen?

Solche vorsätzlichen Parkverstöße lassen sich selbst durch eine regelmäßige Verkehrsüberwachung leider nicht verhindern, insbesondere, wenn es sich um Kurz(falsch)parker handelt.

Höchst: Daniel Röhnert merkt an, dass Fußgänger:innen und der einmündende Verkehr aus der Emmerich-Josef-Straße den Radverkehr auf der Casinostraße in Höchst oft nicht beachteten. Dort parkten auch oft Lieferdienste. Auf dem Radweg in der Bolongarostraße stadteinwärts gebe es viele Einfahrten, die das Radfahren schwierig machten. Lässt sich das beheben?

Kasinostraße: Nichtbeachtung nicht nachvollziehbar, da der Radweg rot markiert ist. Falschparken lässt sich leider nicht zuverlässig verhindern. Bolongarostraße: Im Zuge der geplanten Umgestaltung der Bolongarostraße entfällt der schmale Radweg zugunsten einer Führung auf der Fahrbahn. Die Problematik an den Einfahrten wird somit entschärft.

Nordend: Tom Goldberg kritisiert unter anderem den benutzungspflichtigen Hochbordradweg auf dem Alleenring ostwärts zwischen Eschersheimer Landstraße und Friedberger Landstraße, der teilweise für beide Fahrtrichtungen freigegeben ist. „Wenn sich hier zwei Radfahrende entgegenkommen, wird es sehr eng und gefährlich“, sagt er. Kann man das ändern?

Ein Umbau ist derzeit nicht geplant. Wenn es eng wird, muss man seine Geschwindigkeit den örtlichen Verhältnissen anpassen, auf die kurze Zweirichtungsfreigabe kann mit Blick auf die in die Bertramstraße kreuzende Ost-Parallele Eschersheimer Landstraße nicht verzichtet werden. Wir halten jedoch ein breiteres Angebot perspektivisch auch für wünschenswert.

Preungesheim: Brigitte Crowley teilt mit, auf der Homburger Landstraße führen die Autos stadtauswärts auf Höhe der Hausnummern 238 bis 268 oft mit überhöhter Geschwindigkeit. Dort hätten sie zwei Fahrspuren, eine Radspur gebe es aber nicht. Soll dort etwas geschehen?

Dieser Straßenabschnitt soll im Zuge der U5-Verlängerung umgestaltet werden und wird dann auch eine Radverkehrsführung erhalten. Einen Zeitplan für die Umsetzung gibt es jedoch leider noch nicht.

Riedberg: In der Straße Zur Kalbacher Höhe, einer 30er-Zone, gebe es nur „radwegsartige Deko“, aber keinen Radweg, teilt Bettina Pfeifer mit. Sie schlägt vor, die Kalbacher Höhe zur Einbahnstraße zu machen, genauso wie die Altenhöferallee, mindestens bis zur Riedbergallee, mit einer Spur für Räder, einer für Autos. Ist das möglich?

Die „Deko“ ist der Radweg, der in einer Tempo-30-Zone nicht benutzungspflichtig ausgeschildert werden darf. Der vorhandene Mischverkehr ist die Regel-Führungsform für den Radverkehr in Tempo-30-Straßen. Eine Einbahnstraßenregelung ergibt aufgrund des Linienbusverkehrs und der zu befürchtenden Geschwindigkeitszunahme des Autoverkehrs auf den ersten Blick keinen Sinn, zudem würde in den umliegenden Straßen aufgrund der Umwegfahrten der Kraftfahrzeug-Verkehr entsprechend zunehmen.

Sachsenhausen: Thomas Pflüger weist darauf hin, dass der Radweg in der Niederräder Landstraße aus Westen kommend an der Kreuzung Kennedyallee ende. Der Radverkehr müsse sich die schmale Fahrbahn mit dem übrigen Verkehr teilen. Soll das auch in Zukunft so sein?

Derzeit ist hier nichts geplant. Aufgrund des angrenzendes Waldes ist eine Verbreiterung der Straße auch nicht ohne Weiteres möglich.

Zusammengestellt von Florian Leclerc

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