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Jannis Plastargias (44) ist Projektmanager des Modellvorhabens Jugendmigrationsdienste im Quartier.

Gallus

Serie über das Gallus

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Bewohner haben eine Webserie über ihren Stadtteil gedreht. Auf einer Party wird die Soap gezeigt.

Über eine Jahr hat Jannis Plastargias mit Gallusbewohnern geschauspielert, gefilmt und gearbeitet. Entstanden ist eine vierteilige Webserie über das Gallus. Mittelpunkt sind zwei Wohngemeinschaften in der Frankenallee, die tatsächlich existieren, sagt Plastargias. Nur einige Bewohner wurden ausgetauscht.

Der Pädagoge ist Projektmanager des Modellvorhabens Jugendmigrationsdienste im Quartier (JMD). Seit gut zwei Jahren werden verschiedene Projekte im Stadtteil verwirklicht. Die Gallus-Soap ist eins davon. Plastargias hat auch selbst mitgemacht. „Ich spiele einen rassistischen Vermieter.“ Und es wird einen überraschende Wendung in der Handlung geben, verrät er.

Porträtiert wird in der Serie auch der Stadtteil, der Wochenmarkt am Freitag, Kultorte wie die gute Stute und das Horst, aber auch die Problematik der steigenden Mieten und Gentrifizierung.

Gemeinsam haben die Teilnehmer sich das Drehbuch überlegt. „Wir standen alle vor und hinter der Kamera“, sagt Plastargias. Da sie alle Laien in dem Feld seien, sei es manchmal schon chaotisch zugegangen. Den Schnitt machten Professionelle.

Die Episoden werden am Freitag, 24. Januar, im Rahmen einer Community-Party gezeigt. Gefeiert wird die Halbzeit des Modellprojekts JMD (wir berichteten). Gemeinsam wurden Bäume im Taunus gepflanzt, Podcasts aufgenommen, gekocht, Fußball gespielt oder ein Horrorfilm mit queeren Protagonisten gedreht. Die Zielgruppe sind Jugendliche zwischen zwölf und 27 Jahren mit Migrations- und Fluchthintergrund.

Los geht die Partyam Freitag, 24. Januar, um 20 Uhr, im Gallus Zentrum, Krifteler Straße 55. Der Eintritt ist frei.

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