Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Kommentar

Senckenberg: Ein Schritt in die Zukunft

  • Thomas Stillbauer
    VonThomas Stillbauer
    schließen

316 Millionen Euro für ein Frankfurter Museum, jetzt, mitten in der Krise? Eine kluge Investition – gerade jetzt. Ein Kommentar.

Als wir anfingen, ins Senckenberg-Museum zu gehen, kleine Kinder, aufgeregt wie sonstwas, da war die Anakonda eine unfassbare Sensation – diese Schlange, die ein ganzes Wasserschwein auf einen Rutsch verschlingt. Eine echte Schlange. Ein echtes Wasserschwein. Einmalig.

Das ist lang her. Inzwischen können wir uns, wenn nicht gerade Pandemie ist, eine spezielle Brille aufsetzen und den Saal der Dinosaurier mit völlig anderen Augen sehen, als riesiges Wasserbassin, in dem ein acht Meter langer Pliosaurus direkt auf uns zuschwimmt.

Soll heißen: Die Welt hat sich weitergedreht. Besonders stark wandelt sich gerade die Rolle der Wissenschaft in der modernen Gesellschaft. Ohne die Forschung wären wir in der Corona-Krise aufgeschmissen. Ohne Forschung hätten wir keine Medikamente, keinen Impfstoff – ohne Forschung wüssten wir noch nicht einmal, was dieses Corona-Virus ist und wo es herkommt. Wir hätten keine Ahnung von Schuppentieren und Fledermäusen als Überträger. Wir wüssten nichts.

Gut, dass Bund und Land nun Geld anlegen, viel Geld, um diese immense Bedeutung der forschenden Einrichtungen transparent zu machen. In einem wachsenden Senckenberg-Museum wachsen auch die Chancen, Wissenschaft erlebbar darzustellen.

Hineinklettern in einen Wassertropfen, ja, sogar in das Gehirn des Eintracht-Idols Charly Körbel einsteigen – das ist ja noch unglaublicher als unsere Anakonda von einst. Respekt für den Mut, gerade jetzt, in der Krise, mehr als 300 Millionen Euro für diese altehrwürdige Sehnsuchtsstätte auszugeben. Es ist in der Tat eine Investition in die Zukunft.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare