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Senior:innen, die studieren, müssen draußen bleiben.
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Senior:innen, die studieren, müssen draußen bleiben.

Uni Frankfurt

Semesterstart an der Uni Frankfurt weitgehend geglückt

  • George Grodensky
    VonGeorge Grodensky
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Die Goethe-Universität in Frankfurt zieht nach einer Woche Präsenzangebot zufrieden Bilanz. Bei den Studierenden fallen die Reaktionen gemischt aus.

Die erste Woche an der Goethe-Universität ist vorüber. Oder, wie es Hochschulpräsident Enrico Schleiff sagt, „mit Erfolg gemeistert“. Schleiff sagt das sehr bestimmt, in einer Videobotschaft auf der Website der Goethe-Uni. Studierende und Lehrende hätten das Präsenzangebot „entschieden und selbstbewusst“ angenommen; nach drei Digitalsemestern „am Anfang noch etwas beklommen“, dann aber „zunehmend befreit“.

Allerdings ist dem Präsidenten bewusst, dass nicht alle glücklich ins neue Semester gestartet sind. Die Öffnungen in Frankfurt gingen weiter als an anderen Hochschulen in Hessen und Deutschland. Das bringe die Notwendigkeit mit sich, Prioritäten zu setzen. Die lägen auf Forschung und Lehre, den „Kernaufgaben der Hochschule“. Was bedeutet: Externe dürfen nicht rein in die Gebäude, lediglich die Bockenheimer Stadt- und Universitätsbibliothek steht den Menschen ohne Goethe-Card, dem Uniausweis, zur Verfügung. Vor allem die Bildungsinteressierten im Seniorenalter hat das getroffen. Die Besucherinnen und Besucher der Universität des 3. Lebensalters, kurz U3L, müssen sich weiter gedulden.

Etwa 4000 Menschen waren das vor Corona, inzwischen sind es durch die digitalen Semester ohnehin weniger geworden. Eine Umfrage im Frühjahr hatte ergeben hatte, dass 57 Prozent der U3L-Studierenden zufrieden mit der Onlinelehre sind. Gleichwohl, sagt Schleiff, sei die Hochschule bemüht, auch den U3L-Gästen Zugang zu Präsenzveranstaltungen zu ermöglichen. Dafür sollen Gebäude dienen, „die nicht für die reguläre Forschung und Lehre genutzt werden“. Welche das sind und ab wann sie zur Verfügung stehen, ist noch nicht geklärt. Die Hochschule prüfe noch, sagt Unisprecher Olaf Kaltenborn auf Anfrage. Das könne noch ein paar Tage in Anspruch nehmen.

Bei den Studierenden fallen die Reaktionen auf den Semesterstart gemischt aus, was lebhafte Diskussionen in den sozialen Medien zeigen. Einige sind überaus froh, wieder physisch an die Uni zu dürfen. „Man braucht den persönlichen Austausch, die Diskussion, den sozialen Kontakt untereinander“, schreibt eine Erstsemesterin. Andere empfinden die Atmosphäre wegen der Maskenpflicht als „unkommunikativ“.

Ein gar nicht kleiner Teil der Studierenden wünscht sich sogar wieder mehr Onlineveranstaltungen, weil durch sie das Pendeln in die Stadt entfiele; die hohen Frankfurter Mieten können sich nicht alle Menschen leisten. Schwierigkeiten bereitet wiederum manchen, dass mitunter Online- und Präsenzveranstaltungen knapp hintereinander liegen. Wer von der Uni erst wieder zum heimischen Internet muss, braucht ein Weilchen.

Es gibt Räume in der Hochschule, in denen die Studierenden WLAN-Zugang haben und von denen aus sie in ihre digitalen Klassenzimmer gehen können. Da sitzen dann aber unterschiedliche Kurse im analogen Raum nebeneinander und reden aneinander vorbei – in den virtuellen Raum hinein.

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