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Selfies mit Attila und Europapokal im Eintracht-Museum

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Von: Timur Tinç

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Beliebtes Fotomotiv: Der Europapokal
Beliebtes Fotomotiv: Der Europapokal © Renate Hoyer

Das Eintracht-Museum feiert mit mehreren hundert Fans sein 15-jähriges Bestehen. Angefangen hat alles mit einer Ausstellung.

Norbert Lawitschka hatte am Tag des Europapokalfinals von Eintracht Frankfurt gegen die Glasgow Rangers ein gutes Gefühl. „Der Attila hat eine Feder verloren“, erklärte er den umstehenden Kindern und ihren Eltern im Eintracht-Museum. Schon vor dem DFB-Pokalfinalsieg im Jahr 2018 gegen den FC Bayern München hatte der Steinadler gemausert und deshalb war sich der Falkner sicher: Die Eintracht gewinnt. So kam es dann bekanntlich auch. Und immer, wenn Lawitschka Europapokalsieger ruft, streckt der Steinadler Attila seine prächtigen Flügel aus.

Attila und natürlich der Pokal vom Europa-League-Sieg waren am Sonntag das beliebteste Fotomotiv im Eintracht-Museum am Stadion, das zum 15-jährigen Bestehen alle Fans eingeladen hatte. Mehrere Hundert kamen über den ganzen Tag verteilt. Neben Tischkicker, Torwandschießen und Stadionführungen waren prominente Gäste wie Kulttrainer Dragoslav Stepanovic oder Finanzvorstand Oliver Frankenbach vor Ort, um ein wenig aus dem Nähkästchen zu plaudern.

„Wir haben 2007 mit einer Ausstellung angefangen“, sagt Museumsleiter Matthias Thoma. Mit der Zeit wuchs die Zahl der Führungen und Veranstaltungen. Bis vor wenigen Jahren haben „wir kreativ ausgestellt“, erzählt Thoma. Plastikbecher von Formel-1-Fahrer und Eintracht-Fan Sebastian Vettel und „irgendwelchen Schnickschnack. Jetzt haben wir richtige Pokale“, freut sich Thoma. Mit der Euphorie, die um Eintracht herum herrsche, sei das noch einmal gewachsen. Alle Führungen, die online gestellt werden, sind mittlerweile ausverkauft.

„Die Chance genutzt“

Oliver Frankenbach ist seit 1998 im Verein und hat alle Höhen und Tiefen mitbekommen. „Wir sind auch nicht immer gut mit unserer Tradition umgegangen“, sagte der Finanzvorstand im Talk mit Axel „Beve“ Hoffman. So habe er aus einem Karton des damaligen Schatzmeisters Gaettano Patella einen Wimpel aus dem DFB-Pokalfinale von 1975 herausgefischt. Der hängt wie viele weitere Ausstellungsstücke im Museum.

Richard und Hanna Lehnert sind mit ihrem Sohn Viktor am Sonntag extra aus Viernheim gekommen, um das erste Mal das Museum zu besuchen. „Im Stadion war ich oft, bis wir aus Frankfurt weggezogen sind“, erzählt Richard Lehnert. Jetzt sei es auch schwer, Karten zu bekommen. Ihm gefällt der Originalball aus dem Landesmeisterpokalfinale von 1960 gegen Real Madrid am besten, Sohn Viktor hingegen der Pokal vom Europa-League-Sieg.

Für ein Foto mit ihm sind auch Tanja Henrici (47) und Stefanie Anders (36) aus Eschbach extra gekommen. „Die anderen Termine haben wir verpasst. Die Chance haben wir jetzt genutzt“, sagt Henrici. Sie ist seit 25 Jahren Mitglied im Verein und hat ihre erste Dauerkarte seit der ersten Spielzeit in der zweiten Liga. Anders hat seit 18 Jahren eine Dauerkarte im Stehblock und ist wie Henrici im Fanclub EFC Klippenadler 1899. Ihre Dauerkarten, sagen beide, „die werden wir nicht mehr hergeben“.

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