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Seine Krankheiten erträgt er ohne Klagen

  • Clemens Dörrenberg
    vonClemens Dörrenberg
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Constantin D. benötigt das Geld der Altenhilfe für seine Medikamente. Von der Grundsicherung bleiben ihm monatlich nur 200 Euro.

Das Leben von Constantin D. ist geprägt durch Krankheiten. Bereits als Jugendlicher wurde bei ihm „Morbus Bechterew“ diagnostiziert, eine chronisch entzündliche Erkrankung der Wirbelsäule, dazu Rheuma. Von Geburt an hat er einen Herzfehler, der ihm seit seinen mittleren Lebensjahren besonders große Probleme bereitet. Und trotzdem strahlt der 84-Jährige heute Optimismus aus.

Spenden

Überweisungen erbitten wir an: „Not gemeinsam lindern“ Alten- und Weihnachtshilfe der Frankfurter Rundschau e.V.

Frankfurter Sparkasse, IBAN: DE35500502010000923630, BIC: HELADEF1822 oder Bank für Sozialwirtschaft, IBAN: DE27550205000008622800, BIC: BFSWDE33MNZ

Über die Website fr-altenhilfe.de können Sie sich informieren, wie der Verein Menschen in Not unterstützt.

„Die Ärzte hätten nie gedacht, dass ich so alt werde“, sagt D. Ohne die Medikamente, die er sich nur durch die FR-Altenhilfe leisten könne, so sagt er, „wäre ich jetzt nicht mehr am Leben“. Seit 1993 wird Constantin D. durch die Altenhilfe unterstützt. „In meinem ganzen Leben konnte ich keinen richtigen Beruf haben“, berichtet er. Wegen der Schmerzen durch seine Krankheiten konnte er häufig tagelang das Bett nicht verlassen. Gearbeitet hat D. deshalb als freier Übersetzer, was auch von zu Hause aus möglich war. Vom Englischen ins Spanische sowie vom Englischen ins Deutsche übersetzte er Texte. Aus dieser Tätigkeit erhalte er aber nur eine kleine Rente von 258 Euro, davon zahlt er einen Teil der Miete, die etwa das Doppelte kostet. Den Rest übernimmt das Sozialamt. Von der Grundsicherung bleiben ihm monatlich 200 Euro.

Er beklagt sich nicht, hat gelernt, mit seinen Krankheiten zu leben. „Am Anfang war es schwer das zu verkraften“, sagt Constantin D. Vor allem sein Glaube habe ihm im Laufe der Jahre geholfen mit seinem Schicksal umzugehen. „Ich gehe aber nicht hausieren mit meinem Glauben“, fügt er hinzu. Verheiratet war er einmal. Nach sieben Jahren trennte sich seine Frau, gründete eine Familie mit einem anderen Mann. Man habe sich im Guten getrennt, betont er. „Mein Leben ist eben nicht so wunderbar abgelaufen“, sagt D., aber dennoch sei er froh, dass er durch die Heirat auch „etwas Normales“ erlebt habe.

Wenn es die Schübe seiner Erkrankungen zulassen, geht er regelmäßig zwei- bis dreimal pro Woche in die Stadtbücherei. Dort nutze er einen Computer mit Internetanschluss: „meine Verbindung zur Welt“. Die Wahl in den USA etwa habe er zuletzt intensiv verfolgt und sich über den Erfolg von Joe Biden gefreut. Und er leiht sich dicke Schinken aus. Wenn er, wie viele Morbus-Bechterew-Patienten, nachts kaum schlafen könne, lese er Historien-Romane, aktuell einen über die Entstehung Roms.

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