Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Solche Szenen sollen sich in der Wilhelmshöher Straße nicht mehr wiederholen.
+
Solche Szenen sollen sich in der Wilhelmshöher Straße nicht mehr wiederholen.

Seckbach

Weichen stellen in Seckbach für die nächsten 30 Jahre

  • Fabian Böker
    VonFabian Böker
    schließen

Nach langer Diskussion im Ortsbeirat 11 über den zweiten Bauabschnitt der Wilhelmshöher Straße werden Ideen der Grünen abgelehnt. Die Straße soll einen helleren Asphalt bekommen, damit sie sich weniger aufheizt.

Die Diskussion über den zweiten Bauabschnitt an der Wilhelmshöher Straße, zwischen Atzelbergstraße und Seckbacher Bitzweg, hat am Montagabend den Ortsbeirat 11 (Seckbach, Riederwald, Fechenheim) beschäftigt. Zwei Tage nach einer Demonstration in Seckbach unter dem Motto „Für mehr Verkehrssicherheit, Hitzeschutz und Bäume auf der Wilhelmshöher Straße“, zu der die Bürgerinitiative „Wir wohnen hier“ aufgerufen hatte, wurden nun unter den Fraktionen Argumente ausgetauscht. Einig wurde man sich nicht immer.

Zwei Anträge zu dem Thema gab es. Einer davon wurde einstimmig angenommen. Demnach soll der Magistrat bei der Planung des zweiten Bauabschnitts, der 2024 beginnen soll, drei Änderungen berücksichtigen. So sollen an der Einmündung der Leonhardsgasse in die Wilhelmshöher Straße und auf Höhe der Hausnummer 168 Fußgängerüberwege errichtet und generell ein klimafreundlicher, heller Asphalt verwendet werden. Die Überwege, so der Antrag der SPD, sollen auch dazu dienen, die beiden Bushaltestellen Draisbornstraße zu erreichen. Der Asphalt nehme Regen auf und habe eine bis zu acht Grad geringere Wärmeabstrahlung als herkömmlicher.

Um Ergänzungen zur bisherigen Planung des zweiten Bauabschnitts ging es auch in einem ausführlichen Antrag der Grünen. Beate Brink stellte für ihre Fraktion klar, dass die Vorschläge „nur als Korrektur“ gedacht seien; der Zeitplan für die Arbeiten solle dadurch auf keinen Fall verzögert werden.

Die Forderungen der Grünen decken sich weitestgehend mit denen der samstäglichen Demo, von deren Organisator:innen auch einige in der Sitzung ihre Anliegen vortrugen. In erster Linie geht es um breitere Gehwege, zum Beispiel an der Kreuzung Wilhelmshöher Straße/Hofhausstraße, im Bereich zwischen der Atzelbergstraße und der Straße Im Trieb oder an der Einmündung der Draisbornstraße. In allen Fällen soll der Bürgersteig 1,60 Meter breit sein. Auf Höhe der Hausnummer 168 und 169, bei der Metzgerei Völp, soll ein Zebrastreifen oder eine Ampel den Überweg sicherer machen. An anderen Stellen – Im Trieb, in der Lohrgasse und vor der Wilhelmshöher Straße 97 – sollen hitzeresistente Bäume gepflanzt werden. Eine Möglichkeit, mehr Platz für die Gehwege zu schaffen, sind schmalere Busse, die nicht so viel Platz auf der Straße brauchen.

Doch bei den anderen Fraktionen stießen die Ideen nicht auf Gegenliebe. Laut Sebastian Schugar (CDU) würde durch die Vorhaben die Gefahr bestehen, die Bauzeit um ein Jahr zu verlängern. Detlef Stange von der FDP kann sich nicht vorstellen, dass schmalere Busse eingesetzt werden, „die sind jetzt schon oft zu voll“.

Ortsvorsteher Werner Skrypalle (SPD) stimmte dem Wunsch nach breiteren Bürgersteigen – ebenso wie dem nach einem helleren Asphalt – zwar zu, „das ist aber nicht realistisch“. Noch schärfer wurde er bei der Frage nach dem Baum vor der Hausnummer 97. Das sei „realitätsfremd“. Generell würde der Antrag der Grünen „den ÖPNV“ behindern.

Das wollten diese natürlich so nicht stehen lassen. Man wolle die geforderten Engstellen bewusst setzen, um die dortige Verkehrspolitik weg vom Straßenverkehr zu lenken. „Jetzt“, so Thomas Dorn, „können wir die Weichen für die kommenden 30 Jahre stellen.“ Am Ende stimmten aber nur die Grünen für ihren Antrag.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare