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Sobald das Wetter schön ist, kommt es auf dem Berger Weg am Lohrberg zu Gedränge.
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Sobald das Wetter schön ist, kommt es auf dem Berger Weg am Lohrberg zu Gedränge.

Seckbach

Verkehrswächter für den Lohrberg

Verein soll an Wochenenden das Verkehrschaos am Frankfurter Hausberg regeln. Am Feldberg helfen die Ehrenamtlichen bereits der Polizei.

Es ist eine mittelfristiger Lösungsansatz, der sich für das Verkehrschaos auf dem Lohrberg an Schön-Wetter-Tagen abzeichnet. Wie Ortsvorsteher Werner Skrypalle (SPD) in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats 11 am Montag berichtete, stehe er in Kontakt mit der Verkehrswacht Obertaunus. Diese könne an Wochenendtagen mit großem Besucheransturm den Verkehr auf dem Berger Weg regeln. Ist der Parkplatz am Lohrberg voll, würden ihn die ehrenamtlichen Verkehrswächter sperren und nur jene durchlassen, die etwa zu ihren Kleingärten oder ihren Streuobstwiesen wollen.

Neuland würde der Verein nicht betreten. Schon auf dem Feldberg unterstützt die Funkstaffel der Verkehrswacht Polizei und Ordnungsamt, wenn Straßen gesperrt werden müssen, weil die Besucher mit ihren Fahrzeugen die Straßen verstopfen. Mit gelben Westen stehen sie neben Absperrungen, erklären, wo die Umleitung lang führt.

Oft komme es zu Streitereien mit uneinsichtigen Autofahrern, erzählt Thomas Conrad, Vorsitzender der Verkehrswacht Obertaunus. „Wir agieren aber immer auf behördliche Anordnung.“ So etwa auch beim Frankfurter Marathon. Polizei und Ordnungsamt müssten nicht unbedingt vor Ort sein. Die Verkehrswacht ist keine Hilfspolizei. Normalerweise kümmert sie sich um Verkehrserziehung. Senioren informiere der Verein aus Friedrichsdorf über Neuerungen in der Straßenverkehrsordnung und über den Einfluss von Medikamenten auf die Fahrtüchtigkeit.

„Auf dem Lohrberg Autos abschleppen lassen, das dürfen wir nicht“, erklärt Conrad. „Wir können nur die Polizei verständigen, die das dann anordnet.“ Auch könne der Verein keine langfristige Lösung für das Verkehrschaos sein, sagt der Zweite Vorsitzende der Verkehrswacht Obertaunus, Tobias Reinisch. Ihre personellen Möglichkeiten seien begrenzt. An drei Stellen müssten die Straßen zum Lohrberg gesperrt werden, damit bräuchte man etwa sechs Ehrenamtliche, die den Verkehr mit regelten. Parallel dazu gebe es ja noch die gewohnten Einsätze auf dem Feldberg.

Coronabedingt habe der Verein derzeit jedoch weniger Aufträge, sagt Reinisch. Da es weniger Großveranstaltungen gebe, müssten auch seltener Straßen für Umzüge, Straßenfeste oder etwa Marathonläufe gesperrt werden. „Wir könnten an den Wochenende mit großem Besucheransturm im Einsatz sein, das könnten wir stemmen.“

Dass die Verkehrswacht im Sommer das größte Verkehrschaos auf dem Lohrberg verhindert (und so im Zweifelsfall dafür sorgt, dass ein Rettungswagen zum Einsatzort kommt), steht aber noch nicht fest. Dafür braucht es die Anordnung der Stadt. Das Straßenverkehrsamt ließ eine Anfrage dazu gestern unbeantwortet. Der Ortsbeirat konnte den entsprechenden Antrag trotz weitestgehender Einigkeit aus Zeitgründen nicht verabschieden. Ortsvorsteher Skrypalle wolle die Initiative vorantreiben.

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