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Seckbacher Cowboys und Cowgirls im Homeoffice

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Von: Fabian Böker

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Ein Teil der Crew beim Dreh auf der Ranch.
Ein Teil der Crew beim Dreh auf der Ranch. © Katrin Skok

Auf der Hammer Ranch in Seckbach ist am Sonntag zum Barbecue ein Kurzfilm zu sehen, der auch dort gedreht wurde.

Eigentlich ist es der Job von Katrin Skok, Theaterstücke zu inszenieren. Doch während der Pandemie war das nicht möglich. Notgedrungen entdeckte sie daher das Medium Kurzfilm für sich – und hat mittlerweile drei gedreht. Der dritte wird am morgigen Sonntag in Seckbach gezeigt. Dort wurde er auch teilweise gedreht.

Das Thema bei „Lockdown Mountain“ ist durchaus originell, denn zu sehen sind Cowboys und -girls, die ins Homeoffice geschickt werden. Sie müssen fortan ihr Leben, das sich sonst in der Natur und der freien Wildbahn abspielt, in den eigenen vier Wänden gestalten. Welche Fallstricke, Probleme und Unwägbarkeiten diese Umstellung in dem 29-minütigen Film mit sich bringt, will Skok nicht verraten. „Die Zuschauer sollen sich überraschen lassen.“

Was sie aber sagt: „Der Film zeigt auch Parallelen zu meinem eigenen Leben auf.“ Denn als 2020 die Corona-Pandemie über die Welt hereinbrach, brach sie auch über Leute wie Skok herein. Die studierte Theaterwissenschaftlerin, die als freischaffende Künstlerin arbeitet, Theaterstücke inszeniert und einen Chor leitet, war von jetzt auf gleich all dieser Möglichkeiten beraubt. „Ich hatte, auf gut Deutsch gesagt, die Arschkarte gezogen. Ich musste mir also überlegen, was ich mache.“

Vorführung und Infos

Zu sehen ist der Film am morgigen Sonntag, 14. August, ab 15.30 Uhr auf der Hammer Ranch, In der Sauren Wiese / Ecke Gwinnerstraße. Dazu gibt es Musik und ein Barbecue.

Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Der Film soll später auf Youtube abrufbar sein.

Infos zur Regisseurin gibt es unter katrinskok.com, zum Western-Verein unter www.hammerranch.de. bö

Da kam ihr die Idee, einen Kurzfilm zu drehen. Das hatte Skok in all den Jahren vorher noch nie gemacht. Mit Schauspieler:innen aus Frankfurt und Bad Vilbel drehte sie den Film „Zirkusreif“ über eine Seniorin, die sich im Zirkus engagieren möchte. Nach diesem einen Film, den die 57-Jährige beim Deutschen Generationenfilmpreis eingereicht hat, „war ich angefixt und begeistert von dem Medium“.

Die Arbeit habe so viele neue Facetten und Möglichkeiten geboten, „das Filmemachen war ein grandioser Nebeneffekt der Pandemie“. Und so drehte Skok einen zweiten, diesmal mit einem Teil des Ensembles der Seckbacher Gemeinde Maria Rosenkranz. Eine Weihnachtsgeschichte.

Nun also ein Western. „Ich war immer schon Western-Fan, ich liebe dieses Genre“, sagt die Regisseurin, die auch Komikerin ist. Der Film biete daher auch allerhand lustige Ereignisse und Wendungen. Gespielt werden die Rollen erneut vor allem von Mitgliedern des Seckbacher Gemeinde-Ensembles, gedreht wurde weitestgehend auf der Hammer Ranch des gleichnamigen Western-Clubs. „Eine bessere Kulisse hätte es nicht geben können“, sagt Katrin Skok.

„Und auch keine besseren Darsteller.“ Die hat sie selbst ausgewählt, auch einige Skizzen zum Drehbuch hatte sie angefertigt, als Ende 2021 die Dreharbeiten begannen. „Das meiste aber hat sich dann improvisatorisch während des Drehs ergeben“, erzählt sie. „Die Schauspieler konnten ihren eigenen Input geben.“

Nun, nach drei Kurzfilmen, wird sie dem Genre weiter treu bleiben. „Das Theater ist meine Sache“, sagt sie. Die Talfahrt für Kunst- und Kulturschaffende sei noch nicht vorbei, aber ohne Theater ginge es für sie einfach nicht.

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