Seckbach

Seckbach: Begrünte Wände für den Atzelbergplatz

  • schließen

Die Stadt Frankfurt soll Lösungen für ein besseres Klima suchen.

Schon länger beschäftig sich der Ortsbeirat 11 damit, wie der Atzelbergplatz mehr Schatten bekommen könnte. Gerade an heißen Tagen ist es nicht gerade angenehm, sich auf der Fläche aufzuhalten. Das Gremium schlug bereits vor, ein Sonnensegel zu installieren und den zentralen Platz der Seckbacher Hochhaussiedlung zu begrünen.

In der Ortsbeiratssitzung am Montag, entschieden sich die Stadtteilpolitiker, keine weiteren Lösungen zur Beschattung zu suchen. Stattdessen forderte es den Magistrat in einem Antrag auf, selbst „Maßnahmen vorzuschlagen, die zur Beschattung des Platzes durchgeführt werden könnten“.

Um den Platz weiter zu verschönern, diskutierte der Ortsbeirat darüber, einen Wettbewerb auszurufen und die Sichtbetonwände von einem Künstler bemalen zu lassen. Zu viele ungebetene Künstler könnten das als Aufruf sehen, selbst mitzumalen, befürchtete Detlef Stange (FDP). „Zwei Fliegen mit einer Klappe“, fand Thomas Dorn (Grüne) könne man schlagen, auch diese Wände bewachsen zu lassen. So könne die kühlende Funktion von Pflanzen genutzt, außerdem die triste Optik angegangen werden.

Darüber hinaus wurde eine Vorlage verabschiedet, die ein Geländer vor der Hausnummer 66 und die Anbringung von mindestens vier weiteren Abfallbehältern auf dem Platz vorsieht.

Bis 2015 war der Platz aufwendig saniert worden. An sonnenreichen Tagen, verstärkt durch die reflektierenden Materialien auf dem baumlosen Platz, kann es dort unangenehm heiß werden. Um die Aufenthaltsqualität zu verbessern, die Temperatur zu senken, wurde 2018 bereits ein „Grünes Zimmer“ aufgestellt. Nicht genug, befand der Ortsbeirat und wünschte sich außer Sonnensegel noch Blumenkübel und schnell wachsende Kletterplanzen an der südöstlichen Mauer.

Das Feedback des Magistrats im Juni war zunächst positiv. Das Segel sei „grundsätzlich vorstellbar“. Dennoch wurde eingeräumt, dass „Aufbrüche auf der Platzoberfläche“, der „Abstand zu den unterirdischen Leitungen sowie zum Brunnen“ die Angelegenheit kompliziert machen. Die Tatsache, dass der Platz von einem Hochhaus begrenzt wird und „hohe Gebäude stärkere Windböen auslösen können“ muss bei der Suche nach einem geeigneten Material berücksichtigt werden. Weil der finanzielle Rahmen noch unbekannt war, wurden auch keine Mittel im Haushalt 2019 bereitgestellt. Zugesagt wurden die Pflanzkübel.

Ende September kam dann die Absage des Magistrats zum Sonnensegel: Sonnensegel seien im Hinblick auf Vandalismus, Diebstahl und Witterungsanfälligkeit zur Beschattung des Platzes ungeeignet. Dafür erfolgte die Zusage weitere Kletterpflanzen an der Mauer zur Kirche „in der entsprechenden Pflanzperiode 2019“ zu setzen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare