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Nach drei Jahren Pause wieder Stadtteilfest auf der Wilhelmshöher Straße

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Von: Fabian Böker

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„Kalle“ Kröber in seinem geliebten Seckbach.
„Kalle“ Kröber in seinem geliebten Seckbach. © Rolf Oeser

Karl-Heinz Kröber ist Vorsitzender der IG Seckbacher Vereine und organisiert nach drei Jahren Pause wieder das Stadtteilfest auf der Wilhelmshöher Straße.

Nach drei Jahren Pause kann Karl-Heinz Kröber, den alle nur Kalle nennen, endlich wieder seiner großen Leidenschaft nachgehen und ein Straßenfest in Seckbach organisieren. Am Samstag findet es in der Wilhelmshöher Straße statt.

Das Stadtteilfest ist die Hauptaktivität der Interessengemeinschaft (IG) der Seckbacher Vereine. Sie richtet es normalerweise jedes Jahr aus, abwechselnd in der Wilhelmshöher Straße oder auf dem Atzelbergplatz. Wegen Corona gab es nun eine längere Pause. Umso motivierter war IG-Chef Kröber jetzt, die Vereine und Institutionen im Stadtteil mit ins Boot zu holen.

19 von ihnen präsentieren sich am Samstag mit Ständen zwischen Leonhardsgasse und der Straße Im Trieb. Die einen Vereine, so Kröber, informieren einfach nur über sich, andere bieten Essen oder Getränke an. Vertreten sind unter anderem der Eine-Welt-Laden, die Awo, die Budge-Stiftung, die Feuerwehr oder der Männerkochclub.

Letzterer war es auch, über den Kalle Kröber mit dem Vereinsleben in Seckbach in Berührung kam. Der 70-Jährige stammt ursprünglich aus dem Ruhrgebiet, lebt aber seit etwa 40 Jahren in Frankfurt, seit 22 Jahren in Seckbach. Dort wurde er Mitglied des Kochclubs. Nach nur vier Jahren fragte ihn der Vereinsvorsitzende, ob er ein wenig bei der Interessengemeinschaft aushelfen könne. Er tat es, und das anscheinend ziemlich gut. Ganze drei Mal legte man ihm das Amt des Vorsitzenden nahe – doch Kröber lehnte immer ab. „Beim vierten Mal sagte ich dann zu, ohne groß drüber nachzudenken.“ Bis heute hat er es nicht einen Tag bereut.

Neben der Organisation der Feste kümmert sich IG-Chef Kröber um Gesprächskreise der in der Interessengemeinschaft organisierten Vereine, fungiert als Ansprechpartner für sie und vertritt sie im Austausch mit der Stadt. „Dadurch bin ich sehr nah dran an den Vereinen, und das bedeutet mir viel“, betont der gelernte Maschinenbauer.

So wie ihm generell Seckbach viel bedeutet. „Das ist schon echt einer der besten Stadtteile“, sagt Kröber. Damit er das bleibt, hat er sich auch anderweitig engagiert. 2017 war er Teil einer Demonstration, bei der die viel befahrene Wilhelmshöher Straße blockiert wurde. Mit Trillerpfeifen und Transparenten demonstrierten Kröber und seine Mitstreiter:innen damals gegen Raser:innen und für mehr Sicherheit. Er führte einen Demozug mit rund 40 Menschen an, der vom Klingenweg los zog.

Auf dieses Engagement ist er bis heute stolz, erzählt gerne davon. Den Verkehr im Stadtteil sieht er weiterhin als Problem an, er verfolgt die Diskussionen dazu aufmerksam. Seine Freizeit als Rentner aber verbringt er auch gerne mit anderen Dingen, mit Wandern, Fahrrad fahren oder in seinem großen Garten. Und nun auch wieder einmal im Jahr auf dem Stadtteilfest.

Gefeiert wird am Samstag, 10. September, von 14 bis 22 Uhr in der Wilhelmshöher Straße zwischen Leonhardsgasse und der Straße Im Trieb. In dieser Zeit ist die Straße für den Verkehr gesperrt, Busse werden umgeleitet.

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